01. Mai 2021
01.05.2021
Mallorca Zeitung

Wann kommen die britischen Urlauber wieder nach Mallorca?

Mallorca-Hoteliers fordern bei einem Treffen mit dem britischen Botschafter, die Reisebeschränkungen für Briten aufzuheben

01.05.2021 | 09:55
Britische Urlauber in Magaluf wird es erst einmal noch nicht geben.

Wie kann man den britischen Mallorca-Tourismus in diesen Zeiten wieder ankurbeln? Um diese Frage ging es bei einem Treffen von Vertretern der mallorquinischen Hoteliersvereinigung FEHM mit dem britischen Botschafter in Spanien, Hugh Elliott, und der britischen Vizekonsulin auf Mallorca, Lucy Gorman. Elliott weilte mehrere Tage auf Mallorca und traf sich neben den Hoteliers unter anderem auch mit der Inselratspräsidentin Catalina Cladera. Und immer war die Botschaft dieselbe: Die Balearen sind derzeit ein sicheres Reiseziel, eines der sichersten in Europa derzeit.

Wobei das Problem momentan nicht einmal die Skepsis von Großbritannien ist. Vielmehr hat Spanien alle nicht essenziellen Reisen von Briten nach Spanien bis zum 31. Mai verboten. Grund ist die britische Virusmutante, die sich aber hierzulande ohnehin schon massiv ausgebreitet hat. Die Vertreter der FEHM nutzten deshalb das Treffen mit Elliott und die verstärkte Öffentlichkeit, um Druck auf die spanische Regierung auszuüben. Madrid müsse dieses Verbot dringend korrigieren. Unmittelbar bevor steht die Reisewelle der Briten nach Mallorca aber ohnehin nicht, wie Hugh Elliott erneut darstellte. Bis zum 17. Mai ist es Briten generell verboten, touristische Auslandsreisen anzutreten. Eventuell werde dieses Datum auch noch einmal nach hinten verschoben, erklärte der Botschafter.

Vieles hängt dabei an der britischen Ampellösung zur Einstufung sicherer Urlaubsziele, in die mehrere Faktoren einfließen: Fortschritt der Impfkampagne, Zahl der Neuinfektionen, Verbreitung von gefährlichen Mutationen sowie Transparenz bei der Datenlage und Kapazität zur Sequenzierung von Tests. Die Balearen machen sich berechtigte Hoffnung, aufgrund der geringen Zahl an Neuinfektionen in den vergangenen zwei Monaten und der immer schneller werdenden Impfkampagne, bei der Ampel mit grün eingestuft zu werden. Allerdings sind dafür laut der Zeitung "The Times" mindestens 40 Prozent Erstimpfungen nötig. Die Balearen liegen derzeit bei knapp über 20 Prozent.

Spanien insgesamt würde derzeit wohl eher orange eingefärbt werden, weshalb die FEHM bei Elliott auch noch einmal darum kämpfte, die Balearen losgelöst vom spanischen Festland zu bewerten. Elliott konnte hier noch keine Entwarnung geben: Diese Frage sei noch nicht entschieden, genausowenig wie die, welches Land welche Farbe zugewiesen bekomme. Das werde sich wohl erst unmittelbar vor dem 17. Mai klären. /jk

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