Streik bei der Müllabfuhr auf Mallorca: Alcúdia sorgt sich um das internationale Ansehen
Die Tourismusbranche bangt um das Image der Gemeinde. Auch Sa Pobla ist vom Streik betroffen

Überquellender Müllcontainer: So wird es wohl vermehrt in den kommenden Tagen in Alcúdia und Sa Pobla aussehen. / PP
J. Frau
Das könnte unschön werden: Am Montag (11.7.) um 0 Uhr haben die Mitarbeiter der Müllabfuhr in den Gemeinden Alcúdia und Sa Pobla im Norden von Mallorca ihre Arbeit niedergelegt. Bereits am Montagnachmittag quollen einige der Mülleimer schon über. Wie lange der Ausstand dauern wird, ist nicht bekannt.
Und das besorgt die Tourismusbranche. Jaume Horrach, Präsident der Hoteliersvereinigung von Alcúdia, erklärt, die Folgen könnten verheerend für das internationale Ansehen der Gemeinde sein, die nicht nur bei deutschen, sondern auch bei britischen Urlaubern besonders beliebt ist. "Wir hoffen, dass diese Situation so schnell wie möglich gelöst wird."
Papier und Kartons werden nicht abgeholt
Beide Gemeinden haben zwar einen Mindestbetrieb verordnet, dieser wird aber kaum verhindern können, dass Müll auf die Straße gestellt wird. So seien etwa Papier und Karton von der Abholung ausgenommen - und fallen gerade bei Hotels und Geschäften vermehrt an. "Ein oder zwei Tage können wir den Müll in unseren Lagern aufbewahren, aber danach werden wir ihn wohl oder übel rausstellen müssen", so Horrach.
Die Mitarbeiter der mit der Müllabfuhr beauftragten Firma hatten sich am Sonntagabend für den Streik entschieden, nachdem die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft CCOO, der Balearen-Regierung und dem Unternehmen keine Fortschritte gebracht hatten. Die Mitarbeiter fordern unter anderem eine Gehaltserhöhung von 13.000 auf 18.000 Euro im Jahr. Zudem monieren sie den schlechten Zustand der Lastwagen.
Streik bereits im vergangenen Herbst
Es ist nicht das erste Mal, dass es aufgrund der stockenden Verhandlungen zum Ausstand kommt. Bereits im vergangenen Herbst gingen die Arbeiter mehrere Tage in den Streik. Zudem gab es zuletzt auch in Dörfern wie Alaró Probleme mit der Müllabfuhr.
Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden entschuldigten sich bei den Anwohnern im Voraus für die entstehenden Unannehmlichkeiten, betonten jedoch, dass es nicht in der Hand der Gemeinden liege, etwas an der Situation zu ändern. Derweil sollten die Bürger den Müll, soweit es geht, zuhause aufbewahren. Beide Gemeindeverwaltungen kündigten zudem an, die Konzession für die Müllabfuhr so bald wie möglich neu auszuschreiben. /pss
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