24. Januar 2018
24.01.2018
40 Ańos

Ein Spanier tritt für Israel bei der Playa de Palma Challenge 2018 an

Bei dem Radrennen wird Rubén Plaza für die Israel Cycling Academy starten. Er rechnet mit einem Etappensieg

24.01.2018 | 01:00
Rubén Plaza ist offensichtlich nicht nur als Radrennfahrer talentiert.

Große Clubs, kleine Namen

  • Die 27. Ausgabe der Playa de Palma Challenge startet am Donnerstag (25.1.) ab 11.55 Uhr am Rathaus in Campos.
  • Die zweite und dritte Etappe führen durch die Tramuntana.
  • Am Sonntag (28.1.) steht die Strecke ab der Playa de Palma auf dem Programm.
  • In der Teilnehmerliste finden sich mit Sky, Lotto Soudal, Bora-Hansgrohe, Trek Segafredo und Movistar fünf UCI World Teams, der höchsten Kategorie im Radsport.
  • Dazu kommen acht zweitklassige Continental Professional-Teams, vier drittklassige Continental UCI-Teams und die spanische Bahnradnationalmannschaft um den Menorquiner Albert Torres.
  • Die Teams haben am Donnerstag (11.1.) die ersten Fahrer bekannt gegeben. Große Namen fehlen noch. Der bekannteste Profi im Teilnehmerfeld ist bislang Alejandro Valverde (Team Movistar), Sieger der Vuelta a España 2009.

Premiere bei der Playa de Palma Challenge am Donnerstag (25.1.): Zum ersten Mal wird ein israelisches Team antreten. Im Kader steht Rubén Plaza (37). Der Radpilot aus Alicante fährt seit dieser Saison für die Israel Cycling Academy. Bei den Etappen durch die Tramuntana rechnet Rubén Plaza mit einem Sieg. „Die schwierigen Strecken durch die Berge liegen mir. Für einen Etappensieg brauche ich aber ein Teammitglied in der Spitzengruppe, das mir hilft." Sein neues Team hat Rubén Plaza nur kurz bei einem Trainingslager in Israel kennengelernt. „Da hat man aber schon gemerkt, dass die Israelis interessiert an dem Projekt sind."

Die Israel Cycling Academy wurde 2015 mit dem Ziel gegründet, Radfahrer aus Ländern ohne Radsporttradition auszubilden. „Der Traum ist, dass ein Radsportler aus Israel die Tour de France beendet", sagt Rubén Plaza. Das hat der Spanier bereits geschafft. Bei seinem Debüt 2010 landete er auf dem zehnten Platz. Der 37-Jährige hat ein anderes Ziel. Er will in seiner Karriere bei allen drei großen Landesrundfahrten – die Tour de France, Vuelta a España und Giro d'Italia – wenigstens eine Etappe gewinnen. Bei den Rennen in Spanien (2005 und 2015) und Frankreich (2015) wurde er bereits Etappensieger. „Nur der Giro fehlt mir noch", sagt der zweifache spanische Meister im Straßenrennen. Gar alle drei Rennen zu gewinnen, das ist bislang nur sechs Fahrern gelungen.

Die Israel Cycling Academy hat sich nach einem Jahr als drittklassiges Continental-Team 2016 zu einem zweitklassiges Continental Professional-Team gesteigert. Der Rennstall ist der erste und bislang einzige aus Israel. Als Botschafter hat der slowakische Radprofi Peter Sagan dem Team beim rapiden Aufstieg geholfen. „Das hat sich hauptsächlich auf das erste Jahr beschränkt. Mittlerweile ist er nicht mehr involviert", sagt Plaza.

Die Giro d'Italia in Israel

Einen großen Einfluss auf das Team hat der kanadische Milliardär Sylvan Adams. Der Sohn eines Überlebenden des Holocausts hat das Team zuerst gesponsort und später als einer der Eigentümer übernommen. Mit seinem Geld fördert er nicht nur den Rennstall. „Ich bin derjenige, der den Giro d'Italia nach Israel gebracht hat", sagte er in einem Interview mit dem Online-Portal Cyclingtips. Die erste Etappe der Tour startet am 4. Mai 2018 in Jerusalem. Danach geht es auf zwei weiteren Strecken durch Israel, zum ersten Mal überhaupt verlässt die Giro d'Italia Europa. Die Israel Cycling Academy hofft, durch den Start in ihrem Heimatland eine Wildcard für den Giro zu bekommen.

Für die fünf israelischen Fahrer wäre es das erste große Rennen. Für Rubén Plaza vielleicht das letzte. „Viele Chancen bleiben mir in meinem Alter nicht mehr." Der 37-Jährige ist in dieser Saison zusammen mit dem Belgier Ben Hermans das Aushängeschild des Teams. Die erfahrenen Piloten sollen den jungen Fahrern beim Einstieg ins professionelle Radfahren helfen. Einer davon ist der 25-jährige Awet Gebremedhin aus Eritrea. „Er ist ein Kriegsflüchtling und bekommt jetzt die Möglichkeit, sich voll auf den Radsport zu konzentrieren."

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