28. Februar 2019
28.02.2019

Der Sohn von Rudi Völler dribbelt in Inca

Canyoning und Gespräche: Die Fraport Skyliners üben sich auf der Insel nicht nur im Basketball. Auch Marco Völler, Sohn der Fußball- Legende, ist dabei

28.02.2019 | 12:48
Marco Völler (im weißen Shirt) verteidigt gegen Jason Clark.

Wären die Haare nicht zu einem Dutt zusammengebunden, könnte man meinen, dass eine junge Version von Rudi Völler durch die Basketballhalle in Inca flitzt. Die Ähnlichkeit kommt nicht von ungefähr. Marco Völler, der Sohn von Tante Käthe, wie der Ex-Fußballer genannt wurde, trainiert mit den Fraport Skyliners in Inca. Basketball und nicht Fußball, wohlgemerkt. Schließlich ist der Sohnemann ganze 20 Zentimeter größer als der Vater und hat mit knapp zwei Metern eine Paradefigur für einen Basketballer.

Der Basketball-Bundesligist (BBL) hält sein fast schon jährliches Trainingslager auf der Insel ab. Zuletzt waren die Frankfurter im vergangenen April auf Mallorca, um sich auf die Play-offs einzuschwören. Diesmal hat das Team eine Länderspielpause genutzt, um in der zweiten Saisonhälfte die Play-offs noch zu erreichen.

„Die Saison läuft bislang etwas seltsam", sagt Trainer Gordon Herbert. „Im deutschen Pokal und im internationalen Euro Cup haben wir gut gespielt. Nur in der Liga läuft es nicht so richtig." Im Pokal ist Frankfurt erst im Halbfinale an Alba Berlin gescheitert, im internationalen Geschäft erreichte das Team die Zwischenrunde.

In der BBL stehen die Frankfurter hingegen mit dem 13. Platz im Niemandsland der Tabelle. Drei Siege Rückstand hat die Mannschaft auf die Play-off-Plätze, drei Siege Vorsprung vor der Abstiegszone. Die dreifache Belastung durch die unterschiedlichen Wettbewerbe sei kein Grund für das durchwachsene Abschneiden, meint der Coach. „Ich will keine Ausreden bringen. Wir haben einfach nur schlecht gespielt. Das hängt auch damit zusammen, dass in der deutschen Liga sehr körperbetonter Basketball gespielt wird, meine Spieler aber mehr die filigranen Techniker sind."

Daraus will man Kapital schlagen. Bei der Trainingseinheit am Mittwoch (27.2.) stehen Spielzüge auf dem Programm. Zuerst übt die Mannschaft das Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff, danach die Bewegungsabläufe unter dem Korb des Gegners. Von Krafttraining oder intensiven Läufen keine Spur. Zum Abschluss geht es im Trainingsspiel gegeneinander. Ein Testspiel gegen eine mallorquinische Mannschaft – Zweitligist Iberojet Palma hätte sich vielleicht angeboten – ist nicht vereinbart. Immer wieder unterbricht Trainer Gordon Herbert erzürnt das Spiel: „Der Ball muss schneller bewegt werden. Das haben wir doch gerade geübt!"

Doch nicht nur auf dem Parkett findet das Trainingslager statt. „Wir machen fast mehr Teambuilding als Training", sagt der Coach. Das liege auch daran, dass es die erste ­gemeinsame Reise in dieser Saison ist. „In der Vorbereitung hatten wir keine Zeit für ein Trainingslager, da viele Spieler mit den Nationalmannschaften unterwegs waren."

Untergebracht sind die Spieler in der Finca Binibona. „Wir fühlen uns dort sehr wohl. Es ist eine sehr familiäre Atmosphäre", sagt ­Gordon Herbert. Am Morgen stehen meist stundenlange Teamsitzungen an, in denen beispielsweise besprochen wird, welche Ziele sich die Spieler selbst und für die Mannschaft setzen. „Am Nachmittag waren wir auch mal beim Canyoning und sind ein paar Schluchten heruntergewandert."

Bis Freitag (29.2.) ­trainieren die Frankfurter noch in Inca. Dann geht es hoffentlich gut erholt zurück nach Deutschland. Denn schon einen Tag später muss der Erstligist gegen Alba Berlin bestehen. Im Hinspiel und auch im Pokalhalbfinale gab es gegen die Berliner zwei heftige Niederlagen. 16 Spiele haben die Fraport Skyliners noch Zeit, einen Play-off-Platz zu ergattern. Nach Möglichkeit sollte es dann nicht unbedingt der achte Platz sein, denn dann würde voraussichtlich gegen Bayern München gespielt werden. Gegen das Team sind die Frankfurter bereits in der Vorsaison in der ersten Play-off-Runde gescheitert.

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