Rubel-Kollaps verteuert Mallorca-Urlaub für Russen

Experten rechnen mit einem Rückgang des Touristenstroms um 60 Prozent verglichen mit 2013

17.12.2014 | 10:43

Der starke Wertverlust des Rubels gegenüber dem Euro in Höhe von 25 Prozent am Dienstag (16.12.) dürfte sich negativ auf die Reisefreude der Russen nach Mallorca auswirken. Die Währung hatte schon in den Monaten zuvor stetig an Wert verloren, was sich angesichts des deutlich sinkenden Ölpreises noch verstärkte. Während heute für einen Euro 100 Rubel gezahlt werden müssen, waren es vor einem Jahr lediglich 38.

Laut einem Sprecher des Reiseveranstalters NT Incoming ging deswegen der Strom der Reisenden auf die Insel in diesem Jahr verglichen mit 2013 um 35 Prozent zurück. 2015 werde es ein Minus von voraussichtlich 60 Prozent sein. Es lohne sich einfach nicht für Russen, in die Europäische Union zu reisen, vorgezogen würden unter anderem die Türkei und Thailand.

Außerdem verlangt die EU neuerdings ein Visum mit biometrischen Daten. Dieses ist allerdings nur in Sankt Petersburg und Moskau erhältlich, weswegen viele Touristen stundenlange Anfahrten in Kauf nehmen müssen.

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