Tod an der Laterne in Bunyola: Ex-Bürgermeister soll ins Gefängnis

Im August 2014 hatte ein 18-Jähriger einen tödlichen Stromschlag erlitten

08.02.2016 | 10:59
An dieser Staßenlaterne starb im August 2014 ein 18-Jähriger
An dieser Staßenlaterne starb im August 2014 ein 18-Jähriger

Der Tod des 18-jährigen David G. aus Bunyola, der im August 2014 an einer Straßenlaterne durch einen Stromschlag tödlich verletzt worden ist, hat nun ein juristisches Nachspiel für den damaligen Bürgermeister des Dorfes. Die Staatsanwaltschaft fordert für Jaume Isern eine Haftstrafe von einem Jahr wegen grober Fahrlässigkeit sowie eineinhalb Jahre Haft für den Elektriker der Gemeinde. Die Familie des Opfers, die beim Prozess als Nebenkläger auftritt, hat sich sogar für eine dreijährige Freiheitsstrafe für den ehemaligen Bürgermeister und vier Jahre Gefängnis für den Gemeindeelektriker ausgesprochen.

Bürgermeister Isern wird zur Last gelegt, die Wartung der Straßenbeleuchtung derart vernachlässig zu haben, dass die Laterne zur tödlichen Gefahr wurde. Statt einer Sicherung war die Lampe offenbar mit einem Stromleiter versehen, der einen Kontakt zum Laternenmast bildete. Die Ermittlungen hatten zudem ans Tageslicht gebracht, dass es sich um keinen Einzelfall handelte. Bereits in der Vergangenheit hatten mehrere Bürger darüber geklagt und teils sogar die Polizei darüber informiert, dass sie an einer Straßenlampe Stromschläge abbekommen hatten. Bis dato waren allerdings alle Betroffenen mit dem Schrecken davongekommen.

David G. war am 31. August beim Dorffest in Bunyola auf eine Mauer geklettert, um zu pinkeln. Dabei hatte er sich an die Straßenlaterne gelehnt und einen Stromschlag erlitten. Die Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. /sts

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