Pablo Iglesias lässt auf Mallorca die Muskeln spielen

Wahlkampf-Show des Regionalbündnisses Units Podem Més am Donnerstag (17.6.) mit dem Podemos-Spitzenkandidaten

17.06.2016 | 10:01
Pablo Iglesias lässt auf Mallorca die Muskeln spielen

Bunte Politikshow im ansonsten müden Wahlkampf auf Mallorca für den Urnengang am 26. Juni in Spanien: Der Spitzenkandidat der linken Protestpartei Podemos und Herausforderer von Spanien-Premier Mariano Rajoy (Volkspartei, PP) hat am Donnerstag (16.6.) in Palmas Parc de sa Riera die Parole ausgegeben, die Konservativen auf den Balearen, aber auch spanienweit zu überholen. Die mehr als 4.000 Anhänger feierten den Frontmann von Podemos bereits als künftigen "presidente".

Iglesias war nur einer von zahlreichen Rednern, die Units Podem Més aufbot, auch die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, oder die Vizepräsidentin der valencianischen Landesregierung, Mónica Oltra, waren gekommen und zogen zusammen mit den Balearen-Kandidaten zur Titelmelodie der TV-Serie "Das A-Team" ein.

Das Wahlbündnis auf den Balearen besteht neben Podemos und der Vereinigten Linken auch aus der linksökologischen Regionalpartei Més. Holte Podemos auf den Inseln bei den Wahlen im Dezember zwei der acht Abgeordneten, die die Provinz der Balearen ins spanische Parlament entsendet, dürfte das neue Bündnis drei Mandate holen. Schon im Dezember lag Podemos auf den Balearen vor den Sozialisten.

Iglesias stellte für den Fall eines Wahlsiegs eine bessere Regionenfinanzierung und die Subventionierung von Flügen zwischen den Inseln in Aussicht. Der Spitzenkandidat wetterte zudem gegen die Hoteliers, die als Lobby einen zu machtvollen Einfluss auf die Politik ausübten.

Der Spitzenkandidat von Podemos auf den Balearen, der Ex-Richter Pedro Yllanes, kündigte einen verstärkten Kampf gegen die Korruption an. Der Park Sa Riera war praktisch in Sichtnähe der Orte, um die sich die größten Korruptionsfälle der vergangenen Jahre drehten, so die unter Ex-Premier Jaume Matas erbaute Radsportanlage Palma Arena und das Baugebiet Can Domenge, nachdem einer der Skandale von Ex-Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar benannt ist. /ff

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