Geplantes Plastiktüten-Verbot in Palma droht zu scheitern

Der Einzelhandelsverband Afedeco verweist auf ein erwirktes Urteil gegen die Stadt

22.06.2017 | 14:35
Vom Anblick der Einweg-Tüten dürfen Sie sich langsam verabschieden. Mehrweg-Tragetaschen bleiben.

Die Pläne der Stadtverwaltung von Palma de Mallorca, den Verkauf von Plastiktüten im Einzelhandel ab 2018 zu verbieten, stößt auf Hindernisse. So verweist der Einzelhandelsverband Afedeca auf ein Gerichtsurteil, das man erwirkt habe und die Stadtverwaltung in ihre Schranken weise.

Ein Verbot wie bislang geplant sei vor diesem Hintergrund nicht möglich, heißt es in einer Erklärung vom Donnerstag (22.6.). Palma müsse nun eine neue Verordnung ausarbeiten und den Konsens mit dem Einzelhandel suchen.

Afedeco war gegen die Verordnung vor das balearische Oberlandesgericht auf Mallorca gezogen. Diese sieht ein Verbot von Einweg-Plastiktüten in allen Geschäften vor. Auch die Mitnahme von Glasflaschen an den Strand soll künftig verboten sein. Die Strafen für Verstöße gegen die Müllverordnung werden deutlich heraufgesetzt und können bis zu 3.000 Euro betragen.   /ff

Hintergrund: Palmas ganz langsamer Abschied von den Plastiktüten

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