28. Februar 2017
28.02.2017

Harald Fischl ersteigert Hotel "Mar i Pins" in Peguera für 12,6 Millionen Euro

Die Immobilie hatte dem wegen Wirtschaftskriminalität verurteilten russischen Unternehmer Alexander Romanov gehört

01.03.2017 | 16:01
Das Hotel Mar i Pins in Peguera.

Für 12,6 Millionen Euro ist das bekannte und seit Jahren geschlossene Hotel Mar i Pins in Peguera im Südwesten von Mallorca versteigert worden. Das teilte das spanische Finanzministerium am Dienstag (28.2.) in Palma mit. Trotz der privilegierten Lage des sechsstöckigen Hotels mit über 70 Zimmern gab es nur ein einziges Angebot, das nun den vorläufigen Zuschlag erhielt.

Bei dem einzigen Bieter und damit höchstwahrscheinlich künftigen Besitzer des Hotels handelt es sich um den ehemaligen österreischischen Abgeordneten Harald Fischl, der für die rechtspopulistische Partei FPÖ im Nationalrat saß. Nach der Spaltung der Partei gehörte er dem BZÖ-Flügel um Jörg Haider an. Fischl ist außerdem als Sportfunktionär und Investor in Senioren- und Pflegeheime bekannt. 

Fischl war bei der Versteigerung nicht persönlich anwesend, sondern ließ sich durch eine Unterhändlerin vertreten, die der Presse gegenüber keine Fragen zu den Plänen des Investors beantworten wollte.

Das Angebot und die vorgewiesenen Garantien werden nun von den spanischen Behörden geprüft. Der als wahrscheinlich geltende Zuschlag könnte sich noch ein paar Wochen hinziehen. Anschließend hat der Bieter einen Monat Zeit, den vollständigen Betrag zu zahlen.

Das Hotel hatte dem wegen Wirtschaftskriminalität verurteilten russischen Unternehmer Alexander Romanov gehört und war als Entschädigung für die Steuerhinterziehung dem spanischen Staat zugesprochen worden, der es jetzt versteigerte. Noch nie sei bei einer staatlichen Versteigerung eine so hohe Summe erzielt worden, hieß es.

Das Mar i Pins war Ende der 70er Jahre erbaut worden, die mallorquinische Besitzerfamilie verkaufte es 2010 an Romanov. Dieser leitete Sanierungsarbeiten ein. In die Schlagzeilen geriet das Hotel im Jahr 2013 bei einer Razzia im Rahmen der Operation Dirieba, bei der Romanov sowie weitere Verdächtige festgenommen wurden. Im Mai vergangenen Jahres akzeptierte der Angeklagte eine Haftstrafe unter anderem wegen Geldwäsche. /tg

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