28. April 2018
28.04.2018
40 Años

"Rudel"-Vergewaltigungen auch auf Mallorca

Hunderttausende haben in Spanien gegen das lasche Urteil gegen eine Gruppe von Männern demonstriert, die eine junge Frau vergewaltigt haben sollen. Auch auf Mallorca sind zahlreiche Fälle von sexueller Gruppengewalt bekannt

02.05.2018 | 11:00
Urteilsspruch gegen die Vergewaltiger von Cala Ratjada

Der Fall der Gruppe junger Männer, die bei den San-Fermín-Festen in Pamplona eine Frau vergewaltigt haben sollen, und die jetzt nur wegen "sexuellen Missbrauchs" verurteilt worden sind, hat in ganz Spanien heftige Proteste ausgelöst. Die Tat in Pamplona ist kein Einzelfall – auch auf Mallorca sind in den vergangenen Jahren mehrere Übergriffe durch Männergruppen angezeigt worden.

Wie das Gericht in Palma de Mallorca dokumentiert, sind seit dem Jahr 2006 sieben Vorkommnisse behandelt worden, in denen Gruppen von Männern Frauen sexuell attackiert haben. In vier Fällen kam es zu Verurteilungen – mit Strafen von einem einfachen Bußgeld bis hin zu 14 Jahren Haft. In den anderen drei Fällen befand das Gericht, dass die Beweislage zu dünn sei, um die Männer verurteilen zu können.

Der am härtesten bestrafte Übergriff ereignete sich am 10. August 2003 in Cala Ratjada. Drei junge Männer sprachen ein damals 14-jähriges Mädchen in den frühen Morgenstunden an der Küstenpromenade des Urlaubsorts an, zerrten sie dann in eine Seitenstraße, warfen sie zu Boden, schlugen auf sie ein und bedrohten sie mit einem Messer. Zwei von ihnen vergewaltigten das Mädchen, während der Dritte sie festhielt. Nach dem Akt drückten sie brennende Zigaretten auf den nackten Füßen des Opfers aus. Die zwei Vergewaltiger wurden zu 14 Jahren Haft verurteilt, ihr Komplize zu 13,5 Jahren.

Deutlich leichter kamen drei junge Männer davon, die im März 2012 eine Frau in Campos in ihrem Auto bedroht haben sollen. Wie es heißt, stoppten sie den Wagen und zwängten sich hinein, um sie dort zu begrapschen. Das Opfer wehrte sich und schaffte es schließlich zu entkommen. Die Staatsanwaltschaft forderte damals eine Haftstrafe von sieben Jahren, letztlich entschied das Gericht jedoch, lediglich ein Bußgeld von 3.650 Euro auszustellen.

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