19. Juni 2020
19.06.2020
Mallorca Zeitung

Alarmzustand Sonntag vorbei: Diese Regeln gelten auf Mallorca

In den kommenden Monaten bleiben Maske und Abstand Pflicht. Großdiscos bleiben geschlossen. Sperrstunde um 2 Uhr

19.06.2020 | 16:14
Gemütlich beisammen sitzen ist erlaubt. Tanzen bleibt verboten

Am Sonntag (21.6.) endet in Spanien der Alarmzustand und damit auch auf Mallorca die letzte Phase 3 der Lockdown-Lockerungen: Die Insel beginnt eine längere Phase die offiziell "neue Normalität" genannt wird, in der weitere Hygiene- und Abstandsregeln gelten, bis die Pandemie endgültig besiegt ist, sei es durch einen Impfstoff, durch neue Behandlungsmethoden oder durch Verschwinden des Virus.

Allgemein gilt die Abstandsregel von 1,50 Meter zwischen Personen oder Personengruppen. Wo dieser Abstand nicht eingehalten werden kann, zum Beispiel in Geschäften oder im öffentlichen Nahverkehr, ist Mund- und Nasenschutz Pflicht. Das gilt auch für die Zuschauer von Sport- oder Kulturveranstaltungen. Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen.

An der Playa de Palma und Magaluf auf Mallorca und am West End auf Ibiza bleiben alle Tanzlokale und Nachtclubs geschlossen. Auch die "Party-Boats" bleiben verboten. In anderen Zonen dürfen kleinere Musikkneipen oder Nachtclubs ab Montag (22.6.) wieder öffnen, sofern sich im Innern weniger als 300 Personen befinden. Tanzen bleibt aber verboten. Die Tanzflächen können genutzt werden, damit die Tische weniger dicht zusammenstehen. Der Konsum an der Theke ist bis 22 Uhr erlaubt, spätestens um 2 Uhr muss der Laden geschlossen sein.

An den traditionellen Urlaubermeilen auf Mallorca dürfen nur Bars, Cafés und Restaurants öffnen. Alle genehmigten Außenbereiche dürfen bewirtschaftet werden, sofern nicht mehr als 100 Gäste zusammenkommen und sofern zwischen den Tischen ausreichender Abstand eingehalten wird. Auf den Tanzflächen dürfen zusätzliche Tische stehen, um den Abstand zu vergrößern. Tanzen bleibt verboten.

In allen Restaurants, Bars und Tourismusbetrieben muss der Sicherheitsabstand von 1,50 garantiert sein. Insgesamt dürfen nur 75 Prozent der sonst erlaubten maximalen Gästezahl in den Innenbereichen ausgeschöpft werden. Für die Außenbereiche gilt diese Beschränkung nicht, solange der Abstand eingehalten wird und maximal 25 Personen zusammen an einem Tisch sitzen. Die Lokale schließen spätestens um 2 Uhr, es sei denn, für sie galt ohnehin eine frühere Sperrstunde.

In den Gemeinschaftsbereichen in den Hotels dürfen ebenfalls nur maximal 75 Prozent der sonst vorgesehenen Zuschauer oder Gäste zusammenkommen. Touristenattraktion, Zoos und Aquarien dürfen maximal die Hälfte der vorgesehenen Personenzahl hineinlassen.

Ab 1. Juli sind Open-Air-Konzerte und gemeinschaftliche Abendessen unter freiem Himmel - wie sie für die Dorffeiern auf Mallorca üblich sind - wieder erlaubt. Dabei gilt natürlich auch der Sicherheitsabstand zwischen den Tischen.

Sport im Freien darf in Gruppen von maximal 30 Personen ausgeübt werden. Zu Beerdigungen dürfen höchstens 70 Personen zusammenkommen, sofern sie im Freien stattfinden. In Innenräumen sind 30 Personen zugelassen. Auch in den Kirchen ist der Mund- und Nasenschutz vorgeschrieben. Mögliche Ansteckungsherde wie Weihwasserschalen bleiben verboten.

Bei Hochzeiten und anderen Events dürfen die Festsäle zu 70 Prozent gefüllt sein. Insgesamt gilt eine Höchstpersonenzahl von 200 im Freien und 150 im Innern.

Auch die Nutzung der Strände ist reguliert. Gruppen bis 25 Personen sind erlaubt. Zwischen ihnen muss Abstand sein. Jeder Strand hat seine maximale Besucherzahl. Für die Kontrolle sind die Gemeinden zuständig. Den Kommunen ist es erlaubt, die Besuchszeiten an den Stränden zu regulieren. Es könnte als passieren, dass Badegäste, die vormittags kommen, mittags den Strand verlassen müssen, um einer weiteren Nachmittagsschicht Platz zu machen.

Kulturveranstalter müssen jeweils einen eigenen Plan vorweisen, wie die Sicherheit während der neuen Normalität gewährleistet bleibt. Die Regeln passen sich dabei den Umständen an. So müssen empfindliche Kunstwerke selbstverständlich nicht desinfiziert werden. Der Veranstalter ist dennoch für die Hygiene verantwortlich.

Seniorenheime müssen Hygienepläne ausarbeiten und von den örtlichen Behörden genehmigen lassen. Die Besuchszeiten werden reduziert und reglementiert.

Die Richtlinien werden in regelmäßigen Abständen vom balearischen Gesundheitsministerium auf ihre Aktualität geprüft und entsprechend angepasst. /tg

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