11. Januar 2021
11.01.2021
Mallorca Zeitung

Versorgung auf Mallorca trotz kleinerer Engpässe gesichert

Wegen des Schneechaos auf dem spanischen Festland können nicht alle Lastwagen mit Warenlieferungen für Mallorca wie geplant auf die Insel kommen. Grund zur Panik ist das aber nicht

11.01.2021 | 10:11
Nicht alle Lastwagen vom Festland schaffen es derzeit nach Mallorca

Die Auswirkungen des Sturmtiefs "Filomena", das auf dem spanischen Festland zu einem historischen Schneechaos geführt hat, machen sich auch auf Mallorca und den Nachbarinseln bemerkbar. Wie Tolo Servera, Vorsitzender der Vereinigung der Lebensmittellieferanten auf den Balearen im Gespräch mit der MZ berichtet, ist die Versorgungskette auf die Inseln durch die Straßensperrungen auf dem Festland leicht beeinträchtigt. Einige Lastwagen aus dem Norden Spaniens, die mit der Fähre Produkte nach Mallorca bringen, hätten den Hafen nicht rechtzeitig erreicht, so Servera.

"Es kann sein, dass einige Produkte in diesen Tagen in manchen Supermärkten fehlen werden", sagt Servera. Grund zur Panik sei das aber nicht. "Wir reden von einzelnen Waren, beispielsweise von einer bestimmten Joghurt-Sorte, die dann vielleicht nicht zu haben ist, die aber möglicherweise in anderen Läden doch zu finden ist. Von generellen Engpässen, die Sorgen bereiten, kann keine Rede sein", betont er.

Dass an der einen oder anderen Stelle Produkte ausverkauft sein könnten, liege auch daran, dass viele Menschen angesichts der für Dienstag (12.1.) angekündigten neuen Corona-Restriktionen mehr auf Vorrat einkaufen als normalerweise. "Es liegt in der Verantwortung eines jeden Einzelnen, nicht kopflos zu handeln, sondern nur das zu kaufen, was man auch wirklich benötigt", so Servera weiter.

Ernsthafte Versorgungsprobleme stünden Mallorca nur bevor, wenn der Hafen mehr als sieben Tage geschlossen wäre. "Das ist aber nicht der Fall, die Fähren fahren regulär, es handelt sich wirklich nur um einige Lastwagenladungen, die nicht ankommen."

Allein beim Butangas könne derzeit tatsächlich von Engpässen gesprochen werden, so Servera. Am Sonntagnachmittag (10.1.) meldete die zentrale Verkaufsstelle im Industriegebiet von Son Ferriol, dass keine Gasflaschen mehr auf Lager seien.

Die Kältewelle habe zu einer erhöhten Nachfrage geführt, da viele Menschen in ihren Häusern keine Zentralheizungen haben, sondern auf kleine Gasöfen zum Heizen zurückgreifen. Bereits das ganze Wochenende über hatte es lange Schlangen an der Verkaufsstelle im Industriegebiet gegeben. /somo

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