27. Januar 2020
27.01.2020

Diese Stars kommen zur Playa de Palma Challenge auf Mallorca

Mit vier voneinander unabhängigen Etappen startet zumindest ein Teil der weltbesten Radfahrer in die Saison (der Rest des Pelotons weilt in Australien). Das sind die bekanntesten Fahrer

27.01.2020 | 01:00
Diese Fahrer treten auf der Insel an.

Mit einem 170 Kilometer langem Rundkurs in Felanitx startet am Donnerstag (30.1.) die 29. Ausgabe der Playa de Palma Challenge. Es folgen zwei Rennen durch die Tramuntana und der abschließende Sprint mit Zieleinfahrt in Palma. 23 Teams haben sich für die Challenge eingeschrieben, die wie jedes Jahr in Konkurrenz zu den erstklassigen Rennen der Tour Down Under in Australien steht. Mit dem Movistar Team, Bora-hansgrohe, Lotto Soudal, Trek-Segafredo und der Israel Cycling Academy sind fünf UCI World Teams, der ersten Liga im Radsport, dabei. Hinzu kommen neun zweitklassige UCI Pro Teams, sieben drittklassige Continental Teams und die Bahnrad-Nationalmannschaften Spaniens und der Schweiz. Die meisten Rennställe haben bereits die Liste mit den Fahrern, die auf Mallorca antreten, veröffentlicht. Die MZ stellt die prominentesten Radsportler von ihnen kurz vor.

Pascal Ackermann, Bora-hansgrohe

Neben dem Movistar Team tritt auch der deutsche Eliteclub Bora-hansgrohe mit fast allen prominenten Fahrern an. Nur das Sprintass Peter Sagan fehlt im Aufgebot. Dafür ist mit Pascal Ackermann einer der besten deutschen Fahrer dabei. 2016 und 2018 wurde der 26-Jährige aus Kandel in der Südpfalz deutscher Meister. 2018 wählten ihn die deutschen Fans zum Radsportler des Jahres. 2019 feierte Ackermann beim Giro d'Italia sein Debüt bei einer großen Tour. Dort gewann er zwei Etappen und entschied am Ende die Punktewertung für sich. Das gelang keinem Deutschen vor ihm.

Alejandor Valverde, Movistar Team

Es könnte das letzte Mal sein, dass der Altmeister bei einem offiziellen Radrennen auf Mallorca an den Start geht. Denn der Fahrer aus Murcia wird im April 40 Jahre alt. Dass es Valverde auch im gehobenen Alter noch draufhat, zeigte er mit dem WM-Titel 2018. Sein größter Erfolg war der Sieg in der Gesamtwertung bei der Vuelta a España 2009. Diese Jahr will sich Valverde auf die Olympischen Spiele in Tokio konzentrieren. Sein Karriereende hat er für 2021 geplant. Vielleicht zieht er es bei einem Olympiasieg aber vor. Valverde führt auf Mallorca ein namhaft besetztes Movistar Team an.

Mads Pedersen, Trek-Segafredo

Mads Pedersen war die Überraschung der Radsportsaison 2019. Der Däne hatte anfangs mit Übergewicht zu kämpfen und fuhr ein schwaches Jahr. Doch seit seinem Sieg bei der Straßen-Weltmeisterschaft in Yorkshire wird der 24-Jäh­rige als Shootingstar gehandelt. Der WM-Titel ist die bislang größte Errungenschaft in einer noch jungen Karriere. Der Sprinter träumt nun von einem Sieg beim Klassiker Paris–Roubaix. Die ­Strecken auf der Insel dürften dem ­Dänen weniger liegen. Hoffnung auf eine Medaille besteht beim letzten ­Rennen durch das Flachland.

Emanuel Buchmann, Bora-hansgrohe

Emanuel Buchmann ist der Deutsche, dem derzeit am ehesten ein Sieg bei einer großen Rundfahrt zugetraut wird. Der heute 27-Jährige debütierte 2015 bei der Tour de France. Zwei Jahre später führte er sein Team zeitweise als Kapitän an. Im vergangenen Jahr fehlten ihm nur knapp zwei Minuten zum Toursieger Egan Bernal, Buchmann kam als Vierter in der Gesamtwertung ins Ziel. Besser schnitt seit dem zweiten Platz von ­Andreas Klöden 2006 kein deutscher Fahrer ab. Mit dem Trofeo Andratx–Lloseta hat Buchmann im Vorjahr schon mal bei der Challenge gewonnen.

Rafal Majka, Bora-hansgrohe

Rafal Majka startete als Helfer von ­Alberto Contador seine internationale Karriere. Mittlerweile ist der erfahrene Pole schon oft selbst als Kapitän gestartet. Bei den großen Rundfahrten fuhr der 30-Jährige sechs Mal unter die ersten zehn. Sein bestes Resultat erzielte er mit dem dritten Platz bei der Vuelta a España 2015. Bei der Tour de France konnte Majka drei Etappen und zwei Mal die Bergwertung gewinnen. In seinem Trophäenschrank hängt auch eine Bronze­medaille der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Der Kletterer dürfte sich auf den Etappen durch die Tramuntana wohlfühlen.

Enric Mas, Movistar Team

Um den Radprofi aus Artà ist es in den vergangenen Wochen ruhiger geworden. 2018 bekam der Mallorquiner nach dem zweiten Platz bei der Vuelta a ­España weltweit Aufmerksamkeit und wurde von Experten zum Nachfolger der spanischen Radsportlegende Alberto ­Contador auserkoren. Das ist dem 25-Jährigen scheinbar zu Kopf gestiegen. Großspurig tönte er, dass er die Tour de France gewinnen wolle. Doch 2019 reichte es auch wegen mangelnder Erfahrung nur zum 22. Platz. Enric Mas ist in dieser Saison neu im spanischen Vorzeigeteam und soll dort Schritt für Schritt die Rolle von Alejandro Valverde einnehmen.

Marc Soler, Movistar Team

Als Alberto Contador nach der Saison 2017 seine Karriere beendete, gehörte neben Enric Mas auch Marc Soler zum Kreis der neuen Hoffnungsträger des spanischen Radsports. Der Katalane konnte den Erwartungen nur selten ­gerecht werden. Bereits seit 2015 fährt der 26-Jährige für das Movistar Team, bei welchem er nach dem Abgang von ­Nairo Quintana nun mehr Verantwortung übernehmen soll. Der größte Erfolg Marc Solers ist der Sieg in der ­Gesamtwertung beim Etappenrennen Paris–Nizza 2018. Bei den großen Touren reichte es bislang nur zum neunten Platz bei der vergangenen Vuelta.

Jasper Stuyven, Trek-Segafredo

Die Teams Trek-Segafredo und Lotto ­Soudal verzichten auf Mallorca wohl auf ihre stärksten Fahrer, wie den Deutschen John Degenkolb, Italiener Vincenzo ­Nibali oder Australier Richie Porte. Weltmeister Mads Pedersen erhält beim US-amerikanischen Rennstall ­Unterstützung von Jasper Stuyven. Der 27-jährige Belgier war 2009 Junioren-Weltmeister und ist schon bei allen drei ­großen Touren mitgefahren. 2015 holte er eine Etappe bei der Vuelta a España. Deutschen Radsport-Fans dürfte Jasper Stuyven durch den Sieg bei der Deutschland-Tour im vergangenen September ein Begriff sein.

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