Wenn Palmas Bäume zur Gefahr werden

Am Mittwoch (5.7.) stürzte eine Palme auf den Paseo Marítimo, am Samstag musste in einer Notfallaktion ein Baum an der Plaça d'Espanya gefällt werden. Und auch viele andere Bäume sind in schlechtem Zustand

06.07.2017 | 15:57
Am Mittwoch (5.7.) fiel eine Palma auf die Fahrbahn am Paseo Marítimo in Palma de Mallorca. Verletzt wurde niemand

Das Rathaus von Palma de Mallorca hat am Samstag (1.7.) in einer aufwändigen Aktion einen der riesigen Feigenbäume auf der Plaça d'Espanya fällen lassen - ganz in der Nähe der Stadtbushaltestellen, an denen täglich hunderte Touristen auf den Flughafenbus warten. "Es war eine Notfallsituation, der Baum war in sehr schlechtem Zustand, und herabfallende Äste hätten Passanten verletzen können", so die Verantwortliche im Rathaus, Inma Gascón.

Der Ficus auf dem emblematischen Platz im Herzen der Inselhauptstadt ist kein Einzelfall. Erst am Mittwoch (5.7.) war eine Palma an Palmas Paseo Marítimo auf die Fahrbahn gefallen. Nur durch Zufall wurde niemand verletzt.

Sechs Pflanzenarten sind besonders gefährdet: Ulmen, Fichten, Ombubäume, Zedrachbäume und eben Palmen und Feigenbäume. Grund dafür seien die geringen Niederschlagsmengen und die sehr heißen Sommer, so Gascón. Sie vermutet, dass der Klimawandel dazu beitrage, dass die Bäume nicht mehr richtig gedeien können. Der Baumbestand in Palma sei verbesserungswürdig, man müsse aber auch immer die Sicherheit der Passanten im Auge behalten.

Regelmäßig prüfen Experten der Stadt den Zustand der Bäume, Palmen werden jährlich gestutzt, um zu sehen, ob sie von der Käferplage des Roten Palmrüsslers befallen sind. Bald soll es zahlreichen Ulmen an den Kragen gehen. "Mittelfristig werden wir viele der alten Exemplare ersetzen", so Gascón. /somo

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