04. Oktober 2012
04.10.2012

Axel H. soll eigene Kleidungsstücke verscharrt haben

Im Fall der getöteten Gisela von Stein aus Canyamel sucht die Guardia Civil jetzt intensiv nach Blutspuren des mutmaßlichen Täters

20.10.2012 | 16:42
Axel H. soll eigene Kleidungsstücke verscharrt haben

Neues im Fall der getöteten Deutschen von Canyamel: Der unter Tatverdacht stehende und in U-Haft befindliche Deutsche Axel H. hat nach Angaben der Guardia Civil vom Freitag (19.10.) eigene Kleidungsstücke neben der Leiche der 66-jährigen Gisela von Stein verscharrt. Diese werden jetzt analysiert, um eventuelle Blutspuren sicherzustellen. Der 62-jährige Axel H. wird verdächtigt, sich nach der Tat erst geduscht und dann seine Kleidung vergraben zu haben.

Die Ermittler glauben, dass die 66-jährige Adelige Gisela von Stein in ihrem Bett mit ein oder zwei Hieben getötet wurde, und zwar mit einer Lampe. Diese wurde nach Überzeugung der Guardia Civil anschließend in einen Container geworfen. Eine Wand des Schlafzimmers sei zudem kurz nach der mutmaßlichen Tat gestrichen worden, möglicherweise um Blutspuren zu übertünchen.

Axel H. war am Mittwochmorgen der vergangenen Woche festgenommen worden. Die Leiche der Deutschen wurde am selben Tag im Garten des Anwesens in Canyamel gefunden. Sie war in zwei Metern Tiefe unter einem Stein vergraben sowie in eine Decke gehüllt. Der Deutsche hatte zunächst nach Informationen des "Diario de Mallorca" ausgesagt, dass seine Freundin einen Unfall erlitten und er sie schwerverletzt vorgefunden habe.

Die Guardia Civil untersucht, ob finanzielle Gründe das Motiv für die Tat gewesen sein könnten. Der Deutsche war zuletzt im Immobilienbereich aktiv, geriet mit der Firma jedoch in Schwierigkeiten. Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass der Festgenommene eine andere Frau übers Internet kennengelernt hatte.

Gisela von Stein war im August verschwunden. Bei der Polizei war die Anzeige einer Deutschen aus Kanada eingegangen, die das Verschwinden ihrer Mutter gemeldet hatte. Gisela von Stein lebte mit ihrem Lebensgefährten in einem Haus in Canyamel in der Gemeinde Capdepera. Die Frau in Kanada hatte zuvor länger nichts mehr von ihrer Mutter gehört. Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen ein und kontaktierte den Lebensgefährten. Dieser gab zunächst an, dass seine Frau mit Freundinnen nach Frankreich verreist sei. Gegenüber einer Bekannten dagegen sagte der Mann laut deren Aussage, dass er seine Frau tot im Haus aufgefunden und im Garten vergraben habe. Er habe befürchtet, dass man ihm die Schuld an ihrem Tod gebe.

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