Mallorca-Forscher entwickeln Mittel im Kampf gegen Mikroplastik
Mithilfe des neuen Stoffes sollen auch in der Textilindustrie verwendete Färbemittel oder Phenylverbindungen aus dem Wasser extrahiert werden

Mateo del Río erklärt, wie der neue Hybrid-Stoff hergestellt wurde. / Foto: UIB
Eine Forschungsgruppe der Balearenuniversität (UIB) in Palma de Mallorca hat einen neuen sogenannten Hybrid-Stoff entwickelt, der kontaminiertes Wasser analysieren und auch die Schadstoffe binden kann.
In einem kürzlich von Mateo del Río, Gemma Turnes und Carlos Palomino veröffentlichten Artikel beschreiben die drei Wissenschaftler, wie sie den Stoff hergestellt haben. Er kann Schadstoffe aus dem Wasser ziehen, etwa in der Textilindustrie verwendete Färbemittel oder Mikroplastik.
Wie Del Río erklärte, bildet der neue Hybrid-Stoff eine Art Netz, in dem sich die verschmutzten Moleküle verfangen. Mithilfe des Stoffes könne die Wasserverschmutzung in verschiedenen Gebieten bestimmt und überwacht und so etwa geprüft werden, ob eine nahe am Wasser errichtetete Industrieanlage das Wasser verunreinigt.
Auch im Kampf gegen Mikroplastik könne der Stoff eingesetzt werden, jedoch nur im kleinen Rahmen. Statt mit dem Stoff das ganze Mittelmeer zu säubern, können ihn Wissenschaftler etwa dazu verwenden, um zu bestimmen, wie stark die Bucht von Palma durch Mikroplastik belastet ist. /sw
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