18. März 2020
18.03.2020

So stellt sich das Landeskrankenhaus auf Mallorca auf weitere Coronavirus-Patienten ein

Drei Einheiten für infizierte und Verdachtspatienten. Getrennte Räumlichkeiten für Patienten mit Atemwegserkrankungen

18.03.2020 | 11:07
Son Espases.

Die Krankenhäuser auf Mallorca stellen sich mit einer Umstellung der Behandlungsprotokolle und der Anpassung der Infrastruktur auf einen Anstieg der Zahl der Coronavirus-Patienten ein. In diesem Moment gehe man davon aus, dass man für die zu erwartende Entwicklung auf den Balearen gerüstet sei, so Josep Pomar, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses Son Espases in Palma de Mallorca auf einer Pressekonferenz am Dienstag (17.3.).

So habe man derzeit für Coronavirus-Patienten drei Einheiten mit insgesamt 84 Betten reserviert, zwei Einheiten für bestätigte Fälle, die dritte für Verdachtsfälle. Da zudem die Zahl der Operationen um rund ein Drittel gesenkt worden sei, stünden weitere Betten zur Verfügung, insgesamt mehr als hundert.

Die Zahl der Patienten in der Notaufnahme liegt derzeit rund 40 Prozent unter dem Normalwert, so dass auch hier Kapazitäten frei geworden seien. Bei Bedarf könne man zudem Patienten in das Hospital General oder das Rot-Kreuz-Krankenhaus verlegen.

Zuletzt waren auf den Balearen am Dienstag (7.3.) 92 Infizierte gemeldet, zudem starb eine zweite Person, bei der das Virus entdeckt worden war - es handelt sich um einen 60-jährigen mit fortgeschrittener Krebserkrankung. 

Bereits in Kraft getreten ist ein Protokoll, wonach Patienten mit Atemwegserkrankungen und solche ohne getrennt voneinander aufgenommen und behandelt werden.

Damit Chirurgen für Eingriffe, die nur in Son Espases durchgeführt werden, jederzeit verfügbar seien, befänden sich diese zu Hause, genauso wie die unter Quarantäne stehenden medizinischen Angestellten. Von dort helfen sie laut Pomar bei nötigen Planungs- und Organisationsarbeiten.

Wer befürchtet, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 061 zu melden, in keinem Fall aber ein Krankenhaus oder Gesundheitszentrum aufzusuchen, um das Risiko, weitere Personen anzustecken, möglichst gering zu halten. Sollte die Leitung überlastet sein, werden Betroffene gebeten, auf einen Rückruf zu warten oder es später erneut zu versuchen.   /ff


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