21. April 2021
21.04.2021
Mallorca Zeitung

Deutsches Konsulat zieht in
1-A-Lage in Palma de Mallorca

Mietvertrag für zwei Etagen am Paseo del Borne unterschrieben. Umzug von Porto Pi in die Innenstadt zieht sich aber noch hin

21.04.2021 | 13:15
Mallorcas Prachtboulevard schlechthin: der Paseo del Borne (Passeig del Born).

Die scheidende deutsche Konsulin auf Mallorca Karin Köller hinterlässt ihren Kollegen und den Deutschen auf der Insel ein Abschiedsgeschenk: neue Räumlichkeiten für die Auslandsvertretung. Das Konsulat zieht nach einem nun anstehenden Umbau in zwei Etagen eines Gebäudes am Paseo del Borne, Nr. 17. Der Prachtboulevard vom Hafen in die Innenstadt ist das, was Immobilienunternehmer als 1-A-Lage bezeichnen: schicker geht in Palma de Mallorca nicht.

Der Mietvertrag ist bereits unterschrieben, nun gehe es an "Planungsverfahren und Umbaumaßnahmen", wie Karin Köller gegenüber der MZ sagt. Der Umzug von dem jetzigen Gebäude in Porto Pi in die Nachbarschaft der Edel-Boutiquen werde erst "mittel- bis langfristig" erfolgen, so die Konsulin, die die Amtsgeschäfte gerade an ihren Nachfolger Wolfgang Engstler übergibt. Sie freue sich sehr, dass es ihr gelungen sei, den Umzug noch vor ihrem Weggang auf den Weg zu bringen, sagt Köller.

Ein Umzug des Konsulats ist auf Mallorca schon seit Jahren Thema. In der jetzigen Niederlassung geht es räumlich sehr beengt zu. Die kleinen Büros sind mit Mitarbeiter-Schreibtischen vollgestellt, die Besucher treten sich im Empfangsraum, wo etwa die Passangelegenheiten erledigt werden, auf die Füße. Zeitweise hatte es dort sogar Ein-Bild-Vernissagen gegeben, weil für mehr Kunstwerke lokaler Künstler kaum Platz ist.

Köller und ihre Vorgängerinnen Regina Lochner und Sabine Lammers beschäftigten sich denn auch schon lange mit einem möglichen Umzug. Zuletzt waren Ende 2019 und Anfang 2020 etliche Büroetagen besichtigt worden, unter anderem in Begleitung des deutschen Botschafters in Madrid, Wolfgang Dold.

Eine Auslandsvertretung der Bundesrepublik muss strenge bauliche und sicherheitstechnische Auflagen erfüllen, der Weg von der Besichtigung einer Immobilie bis zum Vertragsabschluss ist wegen der vielen beteiligten Instanzen noch langwieriger als sonst. In diesem Fall sei dann noch die Corona-Pandemie hinzugekommen, so Köller.   /ck

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