04. Dezember 2014
04.12.2014

Staatsanwaltschaft fordert knapp 20 Jahre Haft für Urdangarin

Korruptionsfall Nóos: Infantin soll unrechtmäßig erhaltene Gelder zurückzahlen

11.12.2014 | 01:00
Iñaki Urdangarin.

Knapp 20 Jahre Haft für Königsschwager Iñaki Urdangarin, elf Jahre für Ex-Balearen-Premier Jaume Matas: Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag (9.12.) mit der Vorlage der 576 Seiten umfassenden Anklageschrift für einen weiteren Paukenschlag im Korruptionsfall Nóos gesorgt. Für den Schaden, den Urdangarin laut Anklage mit dem gleichnamigen, angeblich gemeinnnützigen Institut bei Geschäften etwa mit der Balearen-Regierung angerichtet hat, soll er 3,5 Millionen Euro Geldstrafe zahlen.

Insgesamt drohen den 14 Angeklagten 103 Jahre Haft. Glimpflich davon kommen soll nach dem Willen von Staatsanwalt Pedro Horrach die Frau von Urdangarin, Cristina de Borbón. Sie will er nicht als Angeklagte, sondern als Zeugin vorladen, fordert aber die Zurückzahlung von 587.413 Euro, die sie unberechtigt erhalten habe.

Die Infantin wickelte laut den Ermittlungen etliche Ausgaben über die Consulting-Firma Aizóon ab – einer mutmaßlichen Scheinfirma, an der sie zusammen mit ihrem Mann beteiligt war. Als Ankläger tritt allerdings auch die Organisation Manos Limpios auf, sie fordert wegen Steuerdelikten acht Jahre Haft für die Infantin – ob sie auf die Anklagebank muss, entscheidet letztendlich Untersuchungsrichter José Castro.

Der Skandal um Nóos hatte bereits Ende 2011 nach mehreren Hausdurchsuchungen und der offiziellen Beschuldigung von Urdangarin einen ersten Höhepunkt erreicht. Die zähen Ermittlungen von Untersuchungsrichter José Castro mündeten im April dieses Jahres – nach einem ersten, gescheiterten Versuch – in der Beschuldigung der Königsschwester selbst. Cristina de Borbón hat laut den Ermittlungen etliche Ausgaben für Haus, Reisen und Annehmlichkeiten über die Consulting-Firma Aizóon abgewickelt – einer mutmaßlichen Scheinfirma, an der sie zusammen mit ihrem Mann Iñaki Urdangarin zu 50 Prozent beteiligt ist. Zudem soll bei der Zahlung der Einkommens- und Körperschaftssteuer getrickst worden sein. Während der Vorwurf der Geldwäsche inzwischen fallengelassen wurde, droht der Infantin nach wie vor eine Anklage durch die Organisation Manos Limpias wegen Steuerdelikten.

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