12. März 2019
12.03.2019

Massiver Widerstand gegen Einkaufszentrum an der Playa de Palma

Behörden und traditioneller Einzelhandel wollen nach dem neuesten Gerichtsurteil gemeinsam gegen das Projekt kämpfen

12.03.2019 | 10:20
Hier ist das Einkaufszentrum geplant.

Nach einem Gerichtsurteil, das die Bauträger des geplanten Einkaufszentrums an der Playa de Palma wieder Hoffnung schöpfen lässt, haben die Behörden und der Einzelhandel Widerstand angekündigt. Die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca, der Inselrat von Mallorca, die Landesregierung sowie der traditionelle Einzelhandel wollen sich gemeinsam gegen das Projekt einsetzen, das nach wie vor mit vielen Fragezeichen versehen ist. Werde das Einkaufszentrum gebaut, drohe die Innenstadt zu veröden, hieß es am Montag (11.3.).

Zunächst einmal müsse juristische Klarheit geschaffen werden, argumentierte Handelsminister Iago Negueruela. So hatte zunächst der Spanische Gerichtshof entschieden, dass die Landesregierung zu Recht die Lizenz für den Komplex verweigert habe. Der Oberste Gerichtshof in Spanien dagegen gab nun dem Konzern recht.

Des Weiteren müssen die Bauträger eine neue Lizenz bei der Stadtverwaltung beantragen - die vorherige war ausgelaufen. Bürgermeister Toni Noguera verwies darauf, dass der Antrag auf Grundlage neuer Vorschriften neu geprüft werden müsse. Und der Inselrat macht zur Bedingung, dass zunächst eine Studie über die Verkehrsanbindung durch die Bauträger vorgelegt werden müsse - wobei die Flughafen-Autobahn, von der die Abfahrt auf Höhe des Palma Aquarium abführt, schon jetzt überlastet ist. 

Der Bauträger Unibail-Rodamco-Westfield unterstrich derweil, dass man am Projekt festhalte. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs belege die Rechtmäßigkeit.

Um das Projekt "Palma Springs" wird seit Jahren vor den Gerichten gestritten. Die Pläne für das Zentrum an der Playa de Palma umfassen über 200 Ladenlokale, zwölf Kinosäle und 3.700 Parkplätze. Die vermietbare Ladenfläche soll sich auf 75.000 Quadratmeter belaufen, die Investitionssumme auf knapp 225 Millionen Euro. Die Eröffnung war ursprünglich einmal für Herbst 2016 geplant.

Umweltschützer laufen gegen das in dem Feuchtgebiet ses Fontanelles geplante Projekt seit Jahren Sturm. Nicht weit entfernt, in Coll d'en Rabassa, hatte 2016 das Shoppingcenter FAN seine Pforten geöffnet.   /ff

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