03. Mai 2019
03.05.2019

Mallorca trommelt für eine stärkere Wassersportbranche

Die Politik will eine Schlüsselindustrie der Inseln mit Hilfe eines neuen Clusters fördern

03.05.2019 | 01:00
Die Yacht- und Wassersport-Branche sucht händeringend Fachkräfte wie diesen Mann, der an dem Mast einer Superyacht Reparaturen vornimmt.

Seit Jahren schon werden Politiker auf Mallorca nicht müde zu betonen, wie wichtig die Wassersport- und Schiffsbau-Branche für die Inseln ist. Man müsse die Unternehmen fördern und die Ausbildung endlich ausbauen. Allein: Es hat sich nur sehr wenig getan, wenn man Unternehmern glauben darf, die zur Präsentation des neuen „Balearic Marine Cluster", also eines balearischen Verbundes, kamen. „Schon vor acht Jahren wurde das Problem erkannt, dass wir auf den Inseln viel mehr Arbeitskräfte bräuchten, aber die Politik hat immer weggeschaut", sagt eine Unternehmerin aus der Branche, die am Dienstag (30.4.) zur Vorstellung des Clusters auf die Palma Boat Show kam.

Die Hoffnung ist berechtigt, dass sich das nun ändert, auch wenn bei der Präsentation selbst noch wenig Konkretes zur Sprache kam. „Das Cluster ist schließlich gerade erst geboren. Wir setzen uns jetzt zusammen und hören uns an, was die Wassersport-Branche auf den Inseln benötigt, und wie wir helfen können", erklärte der Generaldirektor für Industrie bei der Balearen-Regierung, Manel Porras, der MZ nach der Pressekonferenz.

Dafür soll in Kürze ein Strategie-Plan mindestens für die kommenden drei Jahre entworfen werden. Unter anderem will die Regierung versuchen, an europäische Fördergelder für die Branche zu kommen.

Kurz vor einem Durchbruch stehe man beim Thema der Ausbildung, sagte der balearische Arbeitsminister Iago Negueruela (Sozialisten): „Wir hoffen, in Kürze im Gewerbegebiet Son Castelló in Palma den Bau einer neuen Berufschule beginnen zu können. Ausgeschrieben ist er bereits." Auch in Port d'Alcúdia entsteht im Lauf der kommenden beiden Jahre eine Berufschule. Dort allerdings ist derzeit das Projekt erst einmal nur ausgeschrieben. Manel Porras geht davon aus, dass in der Branche auf den Inseln aktuell gut 500 Arbeitskräfte fehlen. Derzeit stünden in dem Sektor 2.676 Menschen in Lohn und Brot. Der große Vorteil dieser Stellen: Die meisten, vor allem die in der Industrie, sind nicht saisonabhängig und unterscheiden sich damit vom Gros der Jobs im Tourismus.

Derzeit sind im Cluster knapp 30 der insgesamt 276 Unternehmen vertreten, die auf den Balearen in der Branche aktiv sind. Jede Firma, die Mitglied werden möchte, benötigt vier Bürgschaften von anderen Unternehmen. Der Jahresbeitrag richtet sich nach der Menge des Umsatzes und startet bei 500 Euro. Kontaktperson ist Lluís Ramis Pla, erreichbar per Mail: lramis@cluster-development.com

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