05. Oktober 2019
05.10.2019

Über 100 gefährliche Straßenabschnitte in touristischen Gebieten

Die Transportunternehmen von Mallorca kritisieren, dass nicht nur die Bus- und Auto-Fahrer, sondern auch aussteigende Passagiere und Passanten durch die Gegebenheiten im Straßenverkehr in sieben Gemeinden auf der Insel gefährdet werden

05.10.2019 | 13:20
Auch in dem zur Gemeinde Santa Margalida gehörende Ort Can Picafort fordern die Busunternehmen Verbesserungen.

Die Transportunternehmen auf Mallorca haben über hundert Straßenabschnitte mit hoher Unfallhäufigkeit gemeldet, an denen laut ihnen sowohl Fahrer als auch Passanten in Gefahr gebracht werden. Laut den Mitarbeitern der Transportunternehmen treten vor allem in den folgenden sieben Gemeinden gehäuft Gefahrenstellen auf: Santa Margalida, Muro, Alcúdia, Son Servera, Sant Llorenç, Manacor und Capdepera.

Der Leiter des Arbeitgeberverbandes der mallorquinischen Transportunternehmen, Salvador Servera, forderte kürzlich, dass sich die Verantwortlichen des balearischen Mobilitäts-Ministeriums und die der Rathäuser der genannten Gemeinden zusammensetzen und während des bevorstehenden Winters Lösungen für die gemeldeten Gefahrenstellen finden.

Die Transportunternehmen bemängeln vor allem, dass es zu Verkehrsbehinderung komme, da es in den Gemeinden an Zonen mangele, in denen Busse halten können, um Passagiere aussteigen zu lassen. Stattdessen müssten die Busse mitten auf der Straße halten und würden damit Auffahrunfälle mit anderen Autos riskieren. In anderen Fällen würden Privatwagen die Be- und Entladezonen besetzen. In einigen Straßen müssten die Busse zudem auf die Gegenfahrbahn fahren, um Hindernissen auszuweichen.

Servera bemerkte zudem, dass die Gemeinde Calvià die Probleme bereits angegangen hätte. Nach der Testfahrt eines Busses mit 55 Plätzen und Technikern an Bord konnten einige Gefahrenstellen erfolgreich verbessert werden. Dasselbe Vorhaben schlägt er auch für die anderen Gemeinden vor.

Ein paar Beispiele an Problemen, mit denen die einzelnen Gemeinden zu kämpfen hätten: 

Sant Llorenç

In den zur Gemeinde Sant Llorenç gehörenden Orten Sa Coma, Cala Millor oder S'Illot etwa gebe es zahlreiche Hotels, die über keine Haltestelle für die Busse verfügen, an der Passagiere aussteigen können. Infolgedessen seien nicht nur die aussteigenden Touristen gefährdet, auch Verkehrsbehinderungen würden auftreten.

Santa Margalida

Auch in der Gemeinde Santa Margalida, etwa in dem Ort Can Picafort, seien Busfahrer häufig gezwungen, auf den Bürgersteig aufzufahren, um Passagiere aussteigen lassen zu können. An über 20 Orten in dem Touristenort fehle es an Haltestellen.

Capdepera

Für die Gemeinde Capdepera fordern die Transportunternehmen, dass Bremsschwellen installiert werden, die die Autofahrer an einigen Stellen dazu zwingen, langsamer zu fahren. In einigen Straßen würden Bäume und Zäune die Fahrer von Bussen dazu zwingen, auf die Gegenfahrbahn auszuweichen.

Manacor

In Manacor, so die Beschwerde der Transportunternehmen, seien die Fahrer an einigen Stellen gezwungen, bis zu 15 Meter rückwärts zu fahren, etwa in s'Illot. /sw

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