03. Juni 2020
03.06.2020
Mallorca Zeitung

Das ändert sich an den Mallorca-Stränden wegen Corona

Weniger Liegen und Sonnenschirme, Orientierung für den Sicherheitsabstand, vorerst kein Shuttlebus-Service: Was in den Gemeinden Santanyí, Andratx, Calvià, Alcúdia und Muro gilt

03.06.2020 | 12:28
Spielen ist an den Stränden bisher noch verboten.

In der diesjährigen Strandsaison wird wegen der Coronavirus-Krise einiges anders sein als in den vergangenen Jahren. Was Strandbesucher der einzelnen Gemeinden wissen sollten:

Santanyí

Am Montag (1.6.) hat das Rathaus von Santanyí im Südosten von Mallorca den Zugang per Auto zur Cala s'Almunia, gegenüber des beliebten Strandes Caló des Moro, für Nicht-Residenten gesperrt. Nur Anwohner der Gemeinde dürfen noch vorfahren. Besucher können den vor zwei Jahren eröffneten, kostenlosen Parkplatz nahe des Ortseingangs von Cala Llombards nutzen, müssen von dort aus allerdings circa 1,5 Kilometer zu den beiden Stränden zu Fuß gehen. So will die Gemeinde vermeiden, dass die Strände schon bald wie in den vergangenen Jahren überfüllt sind und dafür sorgen, dass sich der Lärm für die Nachbarn in Grenzen hält. Maria Pons, Bürgermeisterin der Gemeinde, merkte zudem an, dass so die Müllabfuhr und auch Krankenwagen problemlos zu den Stränden und Häusern vorfahren können sollen. 

Auch den Shuttlebus-Service, der Badegäste vom Parkplatz aus zu den beliebten Stränden bringt, wird die Gemeinde in diesem Jahr vorerst nicht einsetzen, bis sich die Lage normalisiert hat. Die Ortspolizei von Santanyí wird den Zugang zu den Stränden regeln. 

Andratx

Mit dem offiziellen Beginn der Badesaison in Phase 2 des Corona-Exits auf Mallorca sind in der Gemeinde Andratx die Verantwortlichen des Rathauses mit dem Konzessionär und der Volkspartei PP aneinandergeraten. Die Strände seien im Vergleich zu anderen Stränden der Insel in einem "bedauernswerten Zustand", bemängelten die Mitglieder der Partei. Daher forderten sie von den Verantwortlichen des Rathauses, dass diese die Reinigung der Strände und Instandsetzung beschleunigen, um kein schlechtes Bild abzugeben.

Die Verantwortlichen des Rathauses konnten sich zuvor nicht mit dem Konzessionär einigen, wer für die Reinigung der Strände zuständig sei und wie schnell sie vonstatten gehen muss. Die zuständige Firma hatte in der vergangenen Woche zwar mit Instandsetzungsarbeiten begonnen, sie jedoch nicht rechtzeitig abgeschlosen.
 

Calvià

Um die Sicherheit der Badegäste während des Corona-Exits zu gewährleisten, hat die Gemeinde Calvià am 1. Juni insgesamt 41 Rettungsschwimmer eingesetzt, die die Strände jeweils von 10 bis 18 Uhr überwachen. Sie werden zudem die Einsatzkräfte der Polizei während des Alarmzustandes dabei unterstützen, zu kontrollieren, dass die Badegäste die Sicherheitsmaßnahmen einhalten. Am vergangenen Wochenende und zum Wochenbeginn musten die Strände Bugambilia, Oratori und Portals Nous sowie die Cala Comtessa wegen Überfüllung teilweise gesperrt werden.

Alcúdia

In Alcúdia im Norden von Mallorca sind die Liegen am Strand bereits aufgestellt worden, allerdings nur ein Viertel der üblichen Zahl. Voraussichtlich mit dem Beginn der Phase 3 des Corona-Exits am Montag (8.6.), eventuell auch schon am Wochenende zuvor, dürfen sie laut dem Rathaus dann zusammen mit den Sonnenschirmen an Badegäste vermietet werden. Statt 1.800 Sonnenschirmen wie in den Jahren zuvor werden in dieser Saison nur 530 aufgestellt, statt 4.100 Liegen nur 1.050. Auch der Abstand zwischen den aufgestellten Sonnenschirmen wurde verdoppelt. Die öffentlichen Toiletten können zwar benutzt werden, die Duschen jedoch nicht. 

An anderen Stränden der Gemeinde, etwa in Colònia Sant Pere, wird die Ortspolizei das Besucheraufkommen kontrollieren. Liegen und Sonnenschirme wird es dort vorerst nicht geben. 

Muro

Die Gemeinde Muro rechnet damit, in dieser Saison gerade einmal 40 Prozent der sonst üblichen Einnahmen zu machen. Schließlich könnten die Konzessionare Badegästen an dem fünf Kilometer langen Strand wegen der Bestimmungen im Rahmen der Coronavirus-Krise nur die Hälfte der eigentlich 2.944 Liegen und 1.497 Sonnenschirme anbieten. Falls es einen großen Andrang an dem Strand geben wird, behalte man sich vor, nur die von Rettungsschwimmern überwachten Zugänge und den zum Abschnitt Es Comú zu öffnen. 

Holzpfähle, die jeweils vier Meter voneinander aufgestellt sind, sollen Badegästen beim Einhalten des Sicherheitsabstandes eine Orientierung bieten. /sw

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