24. April 2008
24.04.2008

Bigger, better, faster: Premiere für die neue Johnson 105

24.04.2008 | 16:57
Dank ihrer Überbreite wirkt die Johnson bulliger als vergleichbare Yachten dieser Größe. Ihre Linie trägt die Handschrift eines der renommiertesten Konstrukteure der Welt: Bill Dixon.

Beim Saló Nàutic in Palma wird sie erstmals offiziell in Europa vorgestellt.
Die MZ schaute sich das neue Werk des Yachtdesigners Bill Dixon schon einmal vorab an

Von Andreas John

Sie hat, wovon die meisten Yacht-Besitzer nur träumen: eine Länge von 32 Metern, fünf Doppel-Kabinen plus Mannschaftsquartiere, zwei 1.800 PS starke Antriebsaggregate, drei edel ausgestattete Decks von höchstem Komfort, modernste Schiffselektronik und - last but not least - einen fest eingebauten Champagner-Kühler auf der Flybridge. Die Rede ist von der nagelneuen Johnson 105, die auf der Bootsmesse in Palma Europa-Premiere feiern wird.

Was haben zukünftige Besitzer auf diesem Traumschiff zu erwarten? Eines ganz sicher: jede Menge Platz. Mit einer Breite von 7,20 Metern setzt die Johnson 105 selbst in der Liga der Superyachten Maßstäbe. Decks, Kabinen oder auch der Maschinenraum: Alles hier an Bord ist überdurchschnittlich großzügig bemessen.

Einzigartig auf dem 32 Meter langen Schiff ist auch die Eigner-Suite. Sie befindet sich wie der Salon auf dem Hauptdeck und bietet ihren Bewohnern einen fantastischen 180-Grad-Ausblick vom Bett aus. ýBei anderen Yachten befinden sich alle Kabinen auf dem Unterdeck", sagt Lothar Kloss von Avantgarde Yachts, dem in Palma ansässigen Exklusiv-Vertriebshändler in Europa für alle bei der Johnson-Werft in Taiwan gebauten Yachten. Service-Partner ist Yates Alemanes.

Seit bereits 20 Jahren widmet sich Johnson dem Bau von hochwertigen Luxusmotoryachten. Die Werft in Taiwan ist bekannt für ein progressives Design, das die Handschrift eines der renommiertesten Yachtkonstrukteure der Welt trägt: des Engländers Bill Dixon.

Für wen hat Dixon diese Johnson konzipiert? ýErst einmal für Leute, die sich diesen Luxus leisten können", sagt Kloss. Genaue Preise werden nicht genannt, aber vergleichbare Yachten kosten über vier Millionen Euro. ýPotenzielle Käufer besitzen meist schon eine Yacht und wollen auf ein größeres Modell umsteigen." Warum? ýEine Yacht dieser Größe ermöglicht eben auch einmal, mehrere Freunde oder Bekannte auf einen Törn mitzunehmen, ohne dass dadurch die Privatsphäre des Eigners eingeschränkt würde." Eigner-Suite und Gästekabinen seien weitläufig voneinander getrennt. Ganz zu schweigen von denen des Kapitäns und seiner Zwei-Mann-Besatzung, die man übrigens mindestens an Bord haben sollte, um mit der Yacht überhaupt in See zu stechen.

ýDie meisten Eigner wären mit der Schiffsführung vollkommen überfordert. Sie überlasssen das Handling lieber einem erfahrenen Kapitän, der sich an Bord um alles Technische kümmert", sagt Kloss. Dazu kommen dann noch die Service-Crewmitglieder, die beispielsweise in der Designer-Küche mehrgängige Menüs vorbereiten oder das Eis für den Champagner auf der Flybridge bereitstellen.

Apropos Flybridge. Sie befindet sich auf dem Oberdeck. Hier hat der Kapitän einen Außensteuerstand direkt über der innen liegenden Kommandobrücke der Yacht. Der Eigner und seine Gäste gelangen über eine elegante Treppe vom Hauptdeck auf die Aussichtsterrasse. Hier kann man es sich auf einem der Liegestühle bequem machen, an der Bar einen Cocktail trinken und zuschauen, was gerade auf dem Barbecue zubereitet wird. Für den Sonnenschutz sorgen ein festes Dach oder ein Bimini-Top. Wem das zu luftig ist, der kann statt der Flybridge die geschlossene Skylounge-Version wählen. In diesem Fall gewinnt man einen zusätzlichen Salon zwischen Himmel und Meer. Überhaupt lässt der siebenstellige Kaufpreis keine Wünsche offen. ýDeck- und Kabinenaufteilung, Ausstattung und Materialen können individuell gewählt werden", sagt Lothar Kloss. Schließlich sei jede Johnson-Yacht ein ganz persönliches Einzelstück.

Bemerkenswert ist auch der Maschinensaal - die Bezeichnung Raum wäre eine glatte Untertreibung. Hier warten zwei chromblitzende Caterpillar-Maschinen darauf, ihre Muskeln spielen zu lassen. 23 Knoten ist die von der Werft angegebene Cruising Speed der großen Johnson. ýSie kann aber noch schneller", sagt Kloss. Dann rauscht es in dem 14.000 Liter fassenden Treibstofftank aber richtig. Schon bei einer gemäßigten Fahrt mit 18 Knoten liegt der Verbrauch bei 400 Litern pro Stunde. Und auch über das Trinkwasser-Depot braucht sich hier niemand große Sorgen zu machen. Es ist mit einer Kapazität von 2.400 Liter ausreichend bemessen.

Die Johnson 105 und die kleinere Johnson 77 werden auf der Bootsmesse in Palma vom 26. April bis
4. Mai auf den Liegeplätzen 704 und 705 ausgestellt. Weitere Info unter www.avantgardeyachts.com.

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