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Super-Tourismus-Oktober 2022 auf Mallorca: Rekordbeschäftigung und Rekordausgaben

Noch nie waren in einem Oktober so viele Menschen auf den Inseln in Lohn und Brot wie jetzt. Und noch nie gaben die Urlauber so viel aus

Herbsturlauber an der Playa de Palma. Manu Mielniezuk

Die Tourismussaison, die den ganzen Oktober über anhielt, hat dazu geführt, dass der Arbeitsmarkt von Mallorca und den Nachbarinseln im vergangenen Monat außergewöhnlich erfreuliche Zahlen aufwies. Und zwar sowohl was die Zahl der bei der Sozialversicherung gemeldeten Personen als auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit angeht. Das gaben jetzt der balearische Arbeitsminister Iago Negueruela und der zuständige Generaldirektor Llorenç Pou bekannt. 557.781 Personen hatten im Oktober auf den Inseln einen Job. Das ist die höchste Zahl, die jemals in einem Oktober verzeichnet wurde.

Vor allem der Unterschied bei der Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie ist eindrucksvoll. Im August dieses Jahres gab es 12.254 mehr Beschäftigte als im gleichen Monat 2019, im September waren es schon 17.878 mehr und im Oktober betrug der Zuwachs 42.578 Beschäftigte. Vor allem in der zweiten Oktoberhälfte waren so viele Urlauber wie nie zuvor zu dieser Zeit auf den Inseln.

Landesweit höchster Anstieg der Beschäftigten

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Oktober 2022 um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das war landesweit der höchste Anstieg. Im Durchschnitt lag der Anstieg in Spanien bei drei Prozent, auf den Kanaren waren es 6,1 Prozent. Der Anstieg war vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe mit 21,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr besonders hoch.

Entsprechend deutlich sanken die Arbeitslosenzahlen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen lag im Oktober bei 34.900, das sind 32,8 Prozentpunkte weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Dieser Rückgang ist der höchste in Spanien und liegt dreimal so hoch wie der nationale Durchschnitt von 10,5 Prozentpunkten. Ungewöhnlich: Die Zahl der Arbeitslosen war im Oktober sogar 5,3 Prozentpunkte niedriger ist als im September.

Balearen nähern sich der Vollbeschäftigung

Damit liegt die Arbeitslosenquote auf den Inseln bei 5,9 Prozent und damit sehr nahe an der Vollbeschäftigung, von der bei einer Quote von fünf Prozent ausgegangen wird. Zum Vergleich: In Spanien liegt die Quote bei 12,6 Prozent.

Besonders deutlich sind die Langzeitarbeitslosigkeit (mehr als 12 Monate) mit einem Rückgang von 42,1 Prozentpunkten und die der unter 25-Jährigen mit 35,7 Prozentpunkten gesunken.

58 Prozent der Verträge wurden derweil in unbefristete Arbeitsverhältnisse umgewandelt, die Quote der befristeten Arbeitsverhältnisse auf den Balearen liegt mit 10,7 Prozent derzeit unter dem spanischen Durchschnitt und im europäischem Durchschnitt.

Urlauber geben mehr aus

Eine weitere erfreuliche Nachricht: Die Urlauber haben in diesem Jahr mehr Geld auf den Inseln gelassen als je zuvor. Die Ausgaben der Gäste, die zwischen Januar und September dieses Jahres die Balearen besuchten, haben mit 15,3 Milliarden Euro einen neuen Rekord erreicht. Diese Zahl liegt um sieben Prozent über der des bisherigen Rekordjahres 2019. Und das, obwohl die Zahl der Urlauber um 1,1 Prozent zurückgegangen ist.

Den Zahlen des spanischen Statistik-Instituts INE zufolge haben im September fast 2,3 Millionen Urlauber die Inseln besucht, davon fast 1,9 Millionen aus dem Ausland. In den ersten neun Monaten des Jahres 2022 kamen 14,3 Millionen Urlauber auf die Balearen, davon 11,5 Millionen aus dem Ausland. Damit liegen die Inseln landesweit auf Platz 1, knapp vor Katalonien.

Die Ausgaben dieser Besucher beliefen sich im September auf 2,4 Milliarden Euro. Im Schnitt waren es 161,50 Euro pro Urlauber und Tag. In den ersten neun Monaten des Jahres waren es 15,3 Milliarden Euro, durchschnittlich 176 Euro pro Person und Tag. /jk

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