Pläne für Ölsuche: Premier Bauzá droht mit Gang vor Gericht

Das letzte Wort hat die spanische Zentralregierung

27.02.2014 | 09:03

Der balearische Ministerpräsident José Ramón Bauzá hat angedroht, im Fall der geplanten Erdölsuche in den Gewässern vor Mallorca notfalls vor Gericht zu gehen. Er werde "absolut alles tun, was notwendig ist", um die Pläne des schottischen Konzerns Cairn Energy zu verhindern, so der Politiker der konservativen Volkspartei (PP) in einem Interview des Radiosenders "Ser" am Montag (24.2.).

Mit einem Gang vor Gericht würde sich Bauzá gegen seine eigenen Parteikollegen in der spanischen Zentralregierung stellen, die in der Sache das letzte Wort haben. Ein verbindlicher Bericht des Umweltministeriums wird für Herbst erwartet. Die Pläne zur Erdölsuche seien "inakzeptabel", so Bauzá, es drohten Schäden für Umwelt, Wirtschaft und Tourismus.

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Hintergrund des Protests sind die Pläne des schottische Mineral­ölkonzern Cairn Energy, der 42 Kilometer vor Ibiza seismologische Untersuchungen durchführen will, bei denen der Meeresboden mittels Schallwellen nach rentablen Erdölvorkommen abgesucht werden soll.

Die oppositionelle Linksgruppierung Més per Mallorca kündigte unterdessen an, den Rücktritt des spanischen Industrie- und Tourismusministers José Manuel Soria zu fordern, da er den Plänen zur Ölsuche wohlwollend gegenüber stehe.

Rund 20.000 Personen waren am Samstag (22.2.) auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln aus Protest gegen die Pläne auf die Straße gegangen. An dem Protestzug in Palma de Mallorca nahmen rund 5.000 Personen teil. Weitere Kundgebungen fanden auf Ibiza, Menorca und Formentera statt.

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