Verdacht auf häusliche Gewalt: Nino de Angelo wieder auf freiem Fuß

Der Sänger ("Jenseits von Eden") soll seine Lebensgefährtin in einem Hotel in Bendinat angegangen haben. Die 32-Jährige erlitt Verletzungen im Gesicht und am Hals, wollte aber keine Anzeige stellen

09.06.2017 | 10:28
Nino de Angelo wird am Donnerstag (8.6.) abgeführt.

Der Sänger Nino de Angelo, der mit bürgerlichem Namen Domenico Gerhard Gorgoglione heißt, ist am Donnerstagabend (8.6.) nach seiner vorübergehenden Festnahme auf Mallorca wegen eines Falls mutmaßlicher häuslicher Gewalt wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Noch am späten Abend wollte er nach Deutschland zurückkehren.

Nino de Angelo soll am frühen Morgen desselben Tages in einem Zimmer des Wellness-Hotels Lindner in Bendinat in der Gemeinde Calvià seine Lebensgefährtin angegangen haben, von der er sich im Februar getrennt hatte. Die 32-Jährige erlitt Verletzungen im Gesicht und am Hals, wollte aber ihren Partner nicht anzeigen und weigerte sich auch, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Rezeptionisten hatten die Polizei verständigt.

Der 53-jährige de Angelo und seine 21 Jahre jüngere Frau sind seit 2012 ein Paar, 2014 heirateten die beiden. Doch schon schnell kam es zu Streitigkeiten. Mehrfach trennte sich das Paar für eine Zeit, es gab eine Scheidung, die dann wieder annulliert wurde. Im Februar 2017 sollte es dann angeblich ganz vorbei sein. Nach Berichten der "Bild-Zeitung" kam es zum Eklat, als de Angelo seine Sachen aus der gemeinsamen Wohnung holen wollte. Dort soll ihn seine Lebensgefährtin gegen den Kopf geschlagen haben, woraufhin eine Anzeige wegen Körperverletzung folgte. Doch kurz darauf versöhnten sich die beiden wieder.

Als Sänger hatte Nino de Angelo das erste Mal mit 17 Jahren auf sich aufmerksam gemacht, als er in einer Pianobar entdeckt wurde und seine ersten Platten aufnahm. Der Durchbruch gelang ihm 1983 mit dem von Drafi Deutscher geschriebenen Hit "Jenseits von Eden". Beim Eurovisions-Grand Prix im Jahr 1989 kam de Angelo mit dem Lied "Flieger" auf Platz 14. In den vergangenen Jahren machte er eher durch Auftritte bei "Big Brother" und anderen Fernsehshows von sich reden. /jk

In einer früheren Version dieses Artikels war von einer Wohnung, nicht von einem Hotelzimmer, als Ort des Geschehens die Rede.

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