Mallorca bekommt erste Auswirkungen der Streiks in den Frachthäfen zu spüren

Ein Frachter konnte 123 Pkw nicht ausliefern, ein anderer ließ Lkw-Ladungen im Hafen von Palma stehen

09.06.2017 | 08:19
Die Stauer auf Mallorca beteiligen sich an einem spanienweiten Arbeitskampf.
Der Streik in den spanischen Frachthäfen hat zu ersten Komplikationen auf Mallorca geführt. Die Proteste der für die Verladung zuständigen Stauer verhinderte am Mittwoch (7.6.) die Abwicklung eines mit 123 Pkw beladenen Schiffes, das am Donnerstag vollbeladen von Mallorca in den Hafen Valencia zurückkehrte. Ein weiterer Frachter lief in Richtung Barcelona aus, ohne wie geplant vier beladene Lkw mit Waren aus Mallorca mitzunehmen.

Nach den ersten beiden Streiktagen am Montag und Mittwoch (5./7.6.) setzen die Stauer ihre Proteste am Freitag (9.6.) spanienweit und damit auch in den mallorquinischen Frachthäfen Palma und Alcúdia fort. Die meisten Tätigkeiten werden auch mit der reduzierten Belegschaft normal durchgeführt. 


Die Stauer auf der Insel haben sich einem spanienweiten Streik der Branche angeschlossen. Damit reagiert die für die Verladung von Waren auf Schiffen verantwortliche Berufsgruppe auf die Liberalisierung ihres Berufs.
Die Streiks waren mehrfach angedroht und verschoben worden. Nach dem Abbruch der Verhandlungen mit der Regierung in Madrid soll auch an den Tagen 14., 15., 19., 21. und 23. Juni die Verladung der Waren bestreikt werden.

Hintergrund: Darum wird gestreikt (Archiv)

Ungewiss ist, wie stark Mallorca von diesen Streiks in den Frachthäfen betroffen wird. Einerseits sind die Balearen durch ihre Insellage stärker als andere Regionen von der Belieferung per Schiff abhängig. Andererseits kommt ein Großteil der Waren über Lkws und den Fährhafen auf die Insel. /tg

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