Verletzter Brite stürzte bei seinem Junggesellenabschied auf einer Baustelle auf Mallorca

Der 26-jährige Brite fiel oder sprang anscheinend aus dem ersten Stock des ehemaligen Hotels Jamaika

20.09.2017 | 15:45
Die Polizei sucht Augenzeugen, die Alex Green (links) am Freitag (15.9.) sahen.

Einen mehrere Meter tiefen Sturz auf einer Baustelle in Magaluf vermutet de Polizei als Ursache für die lebensgefährlichen Verletzungen, mit denen der 26-jährige Brite Alex Green ins Krankenhaus eingeliefert wurde, nachdem er von seinen Freunden bei seinem Junggesellenabschied auf Mallorca vermisst worden war. Das berichtet die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" am Mittwoch (20.9.).

Laut den ersten Ermittlungen der Polizei spreche viel dafür, dass sich der Brite unter bislang nicht restlos geklärten Umständen in den ersten Stock eines im Bau befindlichen Hotels begab und von dort abstürzte. Augenzeugen sollen berichtet haben, wie der Verunglückte von einigen Freunden angefeuert in die Baustelle eingedrungen sei. Allerdings habe niemand den Sturz oder Sprung beobachtet.

Green - verlobt und Vater eines zweijährigen Sohnes - war am Freitagmittag (15.9.) auf Mallorca eingetroffen und mit einer Gruppe von etwa 25 Verwandten und Freunden zum Feiern seines Junggesellenabschieds nach Magaluf gefahren. Die Polizei geht vorläufig davon aus, dass der Mann gegen 19.30 Uhr mit einem Teil der Gruppe die Feier verließ, um zur Baustelle des ehemaligen Hotels Jamaica im Carrer Blanc zu gehen. Der Verunglückte liegt in künstlichem Koma auf der Intensivstation im Landeskrankenhaus Son Espases. Die Ärzte beschreiben den Zustand als kritisch.

Angehörige hatten den Vorfall gegenüber mehreren britischen Medien folgendermaßen beschrieben: Der Junggesellenabschied hatte wie geplant begonnen. Green sei zusammen mit Freunden und Verwandten in einem Lokal in Magaluf gewesen und dort schon einige Gläser getrunken, als er auf Toilette verschwand und ungewöhnlich lange wegblieb. Die Suche begann erst im Lokal, danach im Freien, zunächst erfolglos.

Erst als jemand aus der 25-köpfigen Gruppe einen Anruf vom Handy des Verschwundenen erhielt, fanden die Freunde ihn schwerverletzt auf der Straße. "Jemand hat mich vom Handy von Alex angerufen und sagte mir, dass wir ihm helfen müssen. Als wir ihn fanden war er bewusstlos und sein Gesicht sah sehr schlimm aus", wird Scott Cash - ein Freund des Verletzten, in der britischen Abendzeitung "Manchester Evening News" zitiert. Im Krankenhaus stellten die Ärzte neben schweren Kopfverletzungen auch innere Organverletzungen fest.

Die Familie startete einen Internetaufruf, um Geld für die Behandlung und vor allem den Krankentransport von Alex Green zu sammeln, der von der spanischen Krankenversicherung nicht übernommen wird. Bis Dienstagabend (19.9.) waren 27.000 Euro zusammengekommen.  /tg

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