08. September 2019
08.09.2019

Rathaus von Palma de Mallorca will Anzahl an Wettbüros begrenzen

Die zuständigen Stadträte zeigten sich besonders angesichts der Auswirkungen auf die mittelloseren Bürger besorgt

08.09.2019 | 17:27
Eines von rund 60 Lokalen in Palma de Mallorca.

Dass sich auf der Insel zunehmend mehr Spielsalons und Wettbüros etabliert haben und wie sich die Aktivität darin auf die Balearen-Bevölkerung der Mittel- und Unterschicht auswirkt, sorgt derzeit bei den Behörden im Rathaus von Palma de Mallorca für Besorgnis. Wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, gibt es in der Balearen-Hauptstadt momentan 59 Spielsalons und fünf reine Wettbüros. 

Vor einigen Monaten hatte das Rathaus einem Antrag stattgegeben, laut dem es künftig verbieten werde, dass in unmittelbarer Nähe zu Bildungseinrichtungen wie Schulen oder Jugendzentren sowie öffentlichen Gebäuden, die viele Jugendliche aufsuchen, neue Spielsalons oder Wettbüros eröffnen. 

Nun will das Team um Neus Truyol, die neue Zuständige von Seiten des Rathauses, prüfen, welchen Handlungsspielraum die Behörde noch hat, um die Aktivität in Spielsalons und Wettbüros zu begrenzen. Man sorge sich vor allem um die Auswirkungen, die das Spielen und Wetten auf die mittelloseren Bevölkerungsschichten habe, heißt es. 

Hintergrund: Warum auf Mallorca 2018 plötzliche zahlreiche Wettbüros öffneten

Was der Verband gegen Spielsucht zur hohen Anzahl an Wettbüros sagt

2017 hatte das Rathaus ein Gesetz erlassen, nach dem die bereits zugelassenen Spielsalons ihr Angebot mit dem von Wetten erweitern konnten. 

In den vergangenen fünf Jahren erhielten 14 Lokale eine Lizenz, zwei weitere durften ihr Angebot ausweiten. Laut einem Bericht vom März 2019 gibt es in Palma de Mallorca mittlerweile 59 Spielsalons und fünf reine Wettbüros.

Der Verband der Wettbüros will mit den Wetten in den über 100 auf allen Balearen-Inseln verteilten Lokalen im Lauf des Jahres 2019 25 Millionen Euro erzielen. 

Wie das Rathaus außerdem bekanntgab, seien laut dem letzten Jahresbericht von 2018 im Jahr 2017 zwei von zehn Spaniern zu den Spiel-und Wett-Aktivitäten hinzugekommen. 

Júlia Monge, die als Psychologin etwa 100 spielsüchtige Patienten behandelt, bestätigte gegenüber der MZ-Schwesterzeitung, dass der Anstieg an Spielsalons und Wettbüros ein "Problem" sei. Die veränderte Gesetzeslage habe dazu geführt, dass sich sowohl in Palma de Mallorca als auch in kleinen Ortschaften zunehmend mehr Spielsalons etabliert haben. /sw

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