29. Februar 2020
29.02.2020

Der Gerichtstermin für den Mallorca-Prinzen steht

Jürgen zu Hohenlohe und seine Frau werden beschuldigt, Anleger mit einem Schneeballsystem um acht Millionen Euro geprellt zu haben. Der Beschuldigte äußert sich in einer Stellungnahme gegenüber der MZ

29.02.2020 | 12:21
Prinz Jürgen zu Hohenlohe mit seiner Frau.

Jetzt soll es also endlich ernst werden für Prinz Jürgen zu Hohenlohe und seiner Frau: Das balearische Oberlandesgericht in Palma de Mallorca hat am Freitag (28.2.) die Vorverhandlung im Fall des mutmaßlichen Betrugs des Prinzen und seiner Partnerin abgehalten. Der Termin endete ohne Einigung, weshalb die Gerichtsverhandlung im kommenden Juni stattfinden soll, über acht Jahre, nachdem der Österreicher und die Spanierin festgenommen worden waren und bereits rund neun Monate in Untersuchungshaft saßen.

Der MZ schrieb der Angeklagte, dass bei dem Termin darüber verhandelt wurde, ob die Möglichkeit besteht, ein mögliches Gerichtsverfahren abzuwenden. Dafür sollten die Beschuldigten einige der Anklagepunkte akzeptieren. "Dies wurde durch meine Anwälte abgelehnt", so zu Hohenlohe. 

Der Staatsanwalt beantragte bereits den Freispruch der beiden Beschuldigten. Es gebe keine Beweise dafür, dass sie sich das Geld der Anleger unter den Nagel gerissen hätten.

Hohenlohe und seine Frau wurden verdächtigt, zwischen 2008 und 2011 fast 200 Anleger mittels eines Schneeballsystems um ihr Geld gebracht und auf diese Weise rund 8 Millionen Euro ergaunert zu haben. Das Paar soll den größtenteils deutschen und britischen Kunden über das Unternehmen European Investment angeblich hochrentable Investitionen, Kredite und Immobiliengeschäfte angeboten haben. Von den versprochenen Erträgen wurden am Ende aber nur gut 400.000 Euro ausbezahlt. Die beiden widersprechen vehement den Anschuldigungen. 

Im April 2016 hatte die Staatsanwaltschaft in Palma das Verfahren gegen die beiden eingestellt. Es sei keine Straftat nachzuweisen, hieß es damals, der Prinz und seine Frau hätten sich lediglich als Vermittler finanzieller Dienstleistungen betätigt.

 31 Einzelkläger, die sich zusammengeschlossen hatten, legten jedoch Widerspruch ein und konnten sich letztlich durchsetzen. Dazu schreibt zu Hohenlohe, das dies nicht stimme und von 200 Einzelklagen nur noch rund 20  existieren. "Diese werden anhand von bestehenden notariellen Unterlagen, in genau zehn Verhandlungstagen in Luft aufgelöst, da auch hier nur eine Vermittlung zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber stattfand."  jk/lk

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