30. Dezember 2020
30.12.2020
Mallorca Zeitung

Geschäfte auf Mallorca wollen sich mit zusätzlichen Rabattaktionen retten

Dennoch seien die Verkaufszahlen schlecht. Die Verbände bemängeln auch die spärlichen Hilfen von Seiten der Behörden

30.12.2020 | 15:15
Selbst mit hohen Rabattaktionen können die Geschäfte der Insel die Kunden derzeit nicht anlocken.

Die Verkaufsaktionen zu den Weihnachtsfeiertagen waren in den Geschäften auf Mallorca alles andere als erfolgreich. Daher sehen sich die Einzelhändler derzeit gezwungen, Kunde schon vor Beginn des Winterschlussverkaufs mit zusätzlichen Rabattaktionen zu locken. Und selbst die würden nur die wenigsten zum Kaufen anregen, wie die Branchenvereinigung gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" bedauert.

Zusammen mit Vertretern des Rathauses hatte Toni Gayà, Sprecher des Einzelhandelsverbands Afedeco, vor kurzem bei einigen Einzelhändlern vorbeigeschaut. Dabei habe ihm etwa eine Verkäuferin aus der Modebranche erzählt, dass sie an manchen Tagen trotz der Rabatte kein einziges Produkt verkauft. Selbst, wenn sie alle Artikel mit nur 10 Euro auszeichnete, würde das die Nachfrage nicht steigern, so die Frau.

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Wegen der Pandemie hat die Kaufkraft der Bevölkerung gelitten, viele Menschen gäben das wenige Geld derzeit vor allem für Güter des täglichen Bedarfs aus.

Auch Toni Fuster, Vorsitzender der Händlervereinigung Pimeco, bestätigte gegenüber dem "Diario de Mallorca", dass die Verkaufszahlen während der diesjährigen Weihnachts-Kampagne deutlich unter denen aus vergangenen Jahren lagen. Vielen Händlern drohe der Bankrott, so Pedro Mesquida, Vorsitzender der Asociación Jaume II. Schließlich müssten sie trotz stark gesunkener Verkaufszahlen auch weiterhin Zulieferer, Angestellte, Mieten, Nebenkosten und sonstige Ausgaben zahlen.

Vor allem in Modeläden seien die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken, so Mesquida. Bei Spielwaren und Elektrogeräten nur leicht. Auch für Lebensmittel hätten die Insulaner im Schnitt weniger Geld ausgegeben. Die Einkaufskörbe seien zwar voller gewesen, da sich viele zunehmend selbst versorgen und weniger in Restaurants gehen, viele hätten jedoch eher zu billigeren Produkten gegriffen.

Die drei Verbands-Vorsitzenden kritisierten in diesem Zusammenhang auch viel zu spärliche Hilfen von Seiten der Behörden. Einigen Händlern stünden harte Monate mit hohen Verlusten bevor. /sw

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