Studie zum Weltfrauentag: Ungleichheit zwischen Frau und Mann hält auf Mallorca an

Frauen sind einer Studie der Stiftung Gadeso zufolge etwa drei Stunden mehr mit Haushaltsaufgaben beschäftigt als Männer

Demo zum Weltfrauentag.

Demo zum Weltfrauentag. / David Castro

I.M.

Auf Mallorca und den Nachbarinseln bestehen weiterhin starke soziale Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen. Das ergab eine Studie der Stiftung Gadeso, die im Vorfeld des Weltfrauentags veröffentlicht wurde.

So verdienen Frauen auf den Balearen jährlich im Durchschnitt brutto 21.631 Euro, Männer hingegen 24.914 Euro, also 3.283 Euro mehr. Frauen sind zudem vier Stunden und 45 Minuten mit Haushaltsaufgaben beschäftigt, während Männer diesen nur anderthalb Stunden zuwenden. Auch die Erziehung der Kinder bleibt häufig an den Frauen hängen: Sie kümmern sich im Durchschnitt dreieinhalb Stunden um die Kinder, Männer nur eine Stunde.

Ungerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt

Frauen erledigten häufig gering geschätzte Arbeiten und hätten weniger Möglichkeiten, sich beruflich fortzubilden. Außerdem würden sie öfter Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Anspruch nehmen, was eine Gehaltsminderung mit sich bringe. So greifen laut der Gadeso-Studie 39,7 Prozent der Frauen darauf zurück, aber nur 4,9 Prozent der Männer.

35 Prozent der Männer glauben, dass sie bei Inanspruchnahme der Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf Probleme haben würden. Sechs von zehn Befragten denken außerdem, dass Frauen mehr Schwierigkeiten im Arbeitsmarkt haben als Männer, und 52 Prozent gehen zudem davon aus, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld verdienen. /ht