45 Jahre "Prensa Ibérica": MZ-Verlag feiert Geburtstag
Zu einer feierlichen Gala in Madrid reisten am Mitwoch (13.3.) auch mehrere öffentliche Persönlichkeiten aus Mallorca in die spanische Hauptstadt. Die Herausgeber nutzten die Gelegenheit, sich mit einer Bitte an die Politiker zu wenden

Das Verlegerehepaar Javier Moll und Arantza Sarasola bei der Gala in Madrid. / José Luis Roca
Der Verlag "Prensa Ibérica", in dem auch die "Mallorca Zeitung" erscheint, hat Geburtstag. Am Mittwoch (13.3.) feierten die Verantwortlichen mit zahlreichen geladenen Gästen im Palacio de Liria in Madrid, einem der besterhaltenen Gebäude des 18. Jahrhunderts in der spanischen Hauptstadt.
Insgesamt rund 350 Menschen nahmen an dem Gala-Essen teil, darunter das Gründerehepaar Javier Moll und Arantza Sarasola sowie hohe Persönlichkeiten aus Politik und öffentlichem Leben. So ließen sich beim Fotocall am Eingang auch PP-Chef Alberto Núñez Feijóo und mehrere Minister der spanischen Zentralregierung abfotografieren. Unter zahlreichen Ministerpräsidenten verschiedener spanischer Regionen war auch Balearen-Oberhaupt Marga Prohens zugegen. Palmas Bürgermeister Jaime Martínez war einer von vielen Bürgermeistern, die aus dem ganzen Land angereist waren.
Rückblick und Eigenlob
Tatsächlich umfasst die Verlagsgruppe mittlerweile 27 gedruckte und digitale Zeitungen im ganzen Land sowie mehrere Zeitschriften aus zahlreichen Gegenden Spaniens, darunter auf den Balearen neben der MZ auch die spanischen Tageszeitungen "Diario de Mallorca" und "Diario de Ibiza". Wie es sich für einen Unternehmensgeburtstag gehört, gab es im Laufe des Abends einen Rückblick in die Verlagsgeschichte.
Es war im Jahr 1978, als Spanien nach der Franco-Diktatur im Umbruch lag, und "Prensa Ibérica" gegründet wurde. Die Verlagsgruppe habe fortan einen Beitrag zum Aufbau einer umfassenden Demokratie geleistet, so Moll und Sarasola am Rednerpult. "Wenn Gesellschaften mit freien und unabhängigen Informationen ausgestattet sind, gedeihen die Rechte der Bürger, werden Vielfalt und Pluralität respektiert und der Boden für ein Zusammenleben bereitet, das Männer und Frauen hervorbringt, die sich dem Fortschritt und dem Wissen verschrieben haben", so Javier Moll.
Das Recht der Bürger auf Informationen
Sarasola betonte, dass die redaktionelle Tätigkeit des Unternehmens seit jeher darauf abziele, "das Recht der Bürger auf Information zu gewährleisten, die Behörden zu überwachen und einen pluralistischen Meinungsaustausch zu fördern". Vielseitigkeit, Rigorosität und Unabhängigkeit seien von Anfang an die Markenzeichen der Gruppe gewesen.
Zudem nutzte der Herausgeber die Gelegenheit, sich an die Politiker zu wenden. Im Namen der Spanier bat er sie, ihre Meinungsverschiedenheiten beiseite zu legen und parteiische Interessen dem Gemeinwohl unterzuordnen. "Dies ist der einzige Weg, um die großen staatlichen Vereinbarungen zu erreichen, die so notwendig sind, damit die spanische Gesellschaft vorankommt und der Dialog, die Stabilität und, kurz gesagt, der demokratische Geist die Oberhand gewinnen". /somo
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