10. November 2019
10.11.2019

MobiAPParc läuft schon besser, aber noch nicht rund

Das Rathaus Palma de Mallorca präsentiert eine neue Version der Park-App. Wir haben sie für beide Betriebssysteme getestet

10.11.2019 | 01:00
Die Benutzeroberfläche der Parkapp vom Rathaus von Palma de Mallorca.

Im Juni 2019 hat die Stadt Palma de Mallorca nach 25 Jahren die Verwaltung der blauen Parkflächen (ORA) wieder selbst übernommen. Fahrzeughalter, die ihr Parkticket bis dahin mit der App Telpark beglichen hatten, wurden damit gezwungen, auf die App „MobiAPParc" vom Rathaus umzusteigen. Die Anwendung, die auf Spanisch, Katalanisch und Englisch verfügbar ist, wies bei ihrem Launch jedoch viele Fehler auf. Der Unmut unter den Nutzern war groß. Nun gibt es eine verbesserte Version: 2.06 für das Apple-Betriebssystem iOS und 2.07 für Android-­Geräte. Die MZ hat beide getestet.

Mit der aktuellsten iOS-Version ist die Anmeldung problemlos möglich. Beim Android-Gerät braucht es dafür ein paar Versuche. Danach haben Nutzer zehn Tage Zeit, um den Account mithilfe eines per E-Mail geschickten Bestätigungslinks ­freizuschalten. In beiden Testfällen kam die E-Mail nicht sofort an, sondern wurde nach etwa einer Stunde im Spam-Ordner angezeigt.

Nach der Bestätigung des Links müssen die App-Nutzer nach wie vor direkt ihre Kreditkartendaten hinterlegen, sonst kommen sie auch in der neuen Version nicht weiter. Wer dann auf „Iniciar Estancia" klickt und anschließend den Finger gedrückt hält, kann die Karte tatsächlich leichter auf dem Bildschirm hin- und herbewegen. Nach doppeltem Tippen wird der Ausschnitt vergrößert, auf Wunsch auch mehrfach. Wer plötzlich kein Netz mehr hat, fliegt aus der Kartenansicht und kommt zur Hauptbenutzeroberfläche zurück. Die App zeigt eine Fehlermeldung an – wie von den Verantwortlichen vom Rathaus angekündigt. Auch die Anzeige der Straßen erscheint zunächst übersichtlicher als die vorherige. Die Abkürzungen (AD, AV, CA, CE, PE), die für die Art der Straße (z. B. CE für Carrer oder PC für Plaça) stehen, erschweren die Suche jedoch. Schneller funktioniert die Suche per Stichwort unter „Buscar calle": Einfach den Straßennamen (zum Beispiel „Catalunya" für Carrer de Catalunya) eingeben. Achtung: Wer unter der spanischen Schreibweise sucht, etwa „Jaime" statt ­„Jaume", findet meist keine Einträge.

Eine weitere Neuheit ist, dass die gewünschte Parkzeit nicht mehr nur in 30-Minuten-Intervallen, sondern zwischen mindestens 30 und maximal 120 Minuten fast im Minutentakt genau ausgewählt werden kann. Vor der endgültigen Buchung weist die App Nutzer beim Test neuerdings noch durch eine separate Meldung mit Alarmglocken-Symbol darauf hin, dass sie nach dem Drücken auf „Confirmar" kostenpflichtig parken werden.

Beim Test mit dem Apple-Gerät geht es von da an zunächst nicht weiter, bei Android schon. Erst nach zahlreichen weiteren Versuchen kann auch mit iOS geparkt werden. Die Warnung, dass die Parkzeit zu Ende geht, kommt auf beiden Geräten an. Nach Wunsch können Nutzer das Ticket unter „Añadir tiempo" verlängern. Auch das klappt. Hier erscheint vor der endgültigen Buchung ebenfalls ein Hinweis. Unter „Termi­nar estancia" kann die Parkzeit vor Ablauf verkürzt werden. Im letzten Schritt können sich Nutzer den Beleg des Tickets noch per E-Mail zusenden lassen. Auch das klappt.

Fazit: Schon besser, aber noch nicht rund. Wer keine Zeit verlieren will, sollte vor allem als Apple-Nutzer lieber weiterhin den Weg zum Parkautomaten auf sich nehmen.

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