Immobilien: die Zahlen des Aufschwungs auf Mallorca

Spanienweit ziehen die Preise und Verkäufe seit etlichen Monaten an - ganz besonders aber auf den Balearen. Die jüngsten Statistiken im Überblick

16.10.2017 | 01:00
„En venta" - zu verkaufen: Auf Mallorca und den anderen Inseln sind Immobilien weiterhin sehr begehrt und teurer als in den meisten anderen Regionen in Spanien.

Immobilien auf Mallorca sind weiterhin eine begehrte Anlageform. Der Preis von Bestandsimmobilien hat sich von April bis August 2017 um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verteuert. Der mittlere Quadratmeterpreis beträgt auf den Inseln mittlerweile 2.108 Euro, immerhin ebenfalls 2,1 Prozent mehr als noch in den ersten vier Monaten des Jahres. Zum Vergleich: In Spanien verteuern sich Immobilien langsamer als auf den Inseln. Hier lag die Teuerungsrate von April bis Juni 2017 nur bei 1,6 Prozent. Der Quadratmeter kostet im Durchschnitt im Land 1.530 Euro. Aber auch das ist ein Wert, der kontinuierlich zunimmt.

Inzwischen steigen die Preise für Immobilien im Land seit neun Monaten in Folge. Im August zogen die Preise sogar noch einmal an. Hier lag er bei 2.330 Euro, das sind 7,6 Prozent mehr als im August 2016. Das ist nach dem Baskenland der zweithöchste Anstieg im Land. Nach einer Erhebung des Internetportals „pisos.com" ist Palma de Mallorca die fünftteuerste Regionalhauptstadt, mit einem Quadratmeterpreis von 2.307 Euro. Landesweit ist der Preis für den Quadratmeter um zwei Prozent gefallen. Er beträgt im August nur noch 1.528 Euro.

Dabei macht es aber einen Unterschied, ob die Bestands­immobilie vergleichsweise alt oder neu ist: Häuser und Wohnungen, die unter fünf Jahre alt sind, haben sich im Landesdurchschnitt um 2,8 Prozent verteuert. Ältere Immobilien haben das nur um 1,4 Prozent getan. Am stärksten stieg der Preis in den Autonomen ­Regionen Ceuta und Melilla, wo die Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum immerhin 7,1 Prozent betrug, gefolgt von Katalonien (4,3 Prozent mehr), Madrid (3,5 Prozent) und den Kanaren (ebenfalls 3,5 Prozent). Die teuerste Stadt mit über 20.000 Einwohner ist nach wie vor San Sebastián im Baskenland. Dort kostet der Quadratmeter im Durchschnitt 3.436,30 Euro. Die größten Schnäppchen kann man in Elda (Provinz Alicante) machen. Dort kostet der Quadratmeter 510,90 Euro.

Mit den Preisen hat auch die Verkaufsaktivität auf den Balearen im zweiten Quartal deutlich zugenommen. Insgesamt 4.574 Häuser und Wohnungen wurden zwischen April und August auf den Inseln verkauft. Das waren 5,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2016. Im gesamten Land wechselten im zweiten Quartal dieses Jahres 141.582 Immobilien ihren Besitzer. Nach Städten geordnet waren es die meisten erwartungsgemäß in Madrid (11.042) und Barcelona (4.937). Palma kommt mit 1.488 Operationen auf den achten Platz.

In Spanien war der Zuwachs an verkauften Immobilien mit 14,7 Prozent im Vergleich zu 2016 sogar noch deutlich stärker als auf den Inseln. 90,6 Prozent davon waren Bestands­immobilien, 9,4 Prozent Neubauten. Ausländer machten 17 Prozent der Gesamtkäufer aus und erwarben 24.009 Immobilien im ganzen Land. Das waren 13,1 Prozent mehr als in den ersten vier Monaten des Jahres. Damit befindet sich dieser Indikator nun seit 24 Quartalen in Folge im Anstieg.

Nimmt man die Zahlen von Juli, stiegen die Verkäufe von Häusern und Wohnungen auf den Balearen um 18 Prozent im Vergleich zum Juli 2016. Insgesamt gab es 1.318 Operationen. Laut dem nationalen Statistikinstitut registrieren damit die Inseln den zweithöchsten Wert an Verkäufen im Land – 144 auf 100.000 Einwohner. Landesweit stieg die Zahl der Verkäufe ebenfalls beträchtlich an: 16,8 Prozent mehr als im Juli 2016, insgesamt 38.841 Transaktionen. Auf den Balearen stieg die Zahl der unterzeichneten Hypotheken um 39 Prozent an im Vergleich zu Juli 2016. 1.020 neue Verträge schlossen Hausbesitzer mit ihren Banken ab.

Das ist sogar mehr als im landesweiten Vergleich, wo es immerhin 32,9 Prozent mehr waren. 24.863 Verträge wurden geschlossen, von denen 38,4 Prozent einen festen Zinssatz haben. In Spanien ist es weiterhin üblich, eine Hypo­thek mit variablem Zinssatz abzuschließen, der an den Euribor gekoppelt ist und in Zeiten von Niedrigzinsen günstiger kommt als ein fester Zinssatz. Die meisten Hypotheken wurden im Juli in Andalusien (4.577) unterzeichnet. Prozentual den größten Zuwachs gab es in Castilla-La Mancha, wo 51,6 Prozent mehr Hypotheken vergeben wurden als im Juli 2016.

Das alles kommt zusammen mit einer wirtschaftlichen Erholung im Land, und zwar besonders auf den Balearen. Hier wuchs die Wirtschaft von April bis August 2017 um 3,9 Prozent und damit seit acht Quartalen in Folge, seit 2015 die ­negative Dynamik umgekehrt wurde. Damit wuchs sie auf den Balea­ren schneller als in allen anderen Landesteilen. In Spanien wuchs die Wirtschaft um 3,1 Prozent und damit stärker als im EU-Schnitt, wo es 2,2 Prozent waren. Von allen Balearen-Inseln war Mallorca diejenige, wo das Wachstum am deutlichsten ausfiel. Vor allem im Dienstleistungsgewerbe ging es bergauf, hier wurden vier Prozent Steigerung gemessen. In der Industrie ging es um drei Prozent nach oben.

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