Suche nach Opfern des Bürgerkriegs auf Mallorca geht 2018 im großen Stil weiter

In acht Gemeinden auf Mallorca sowie in zweien auf Ibiza werden Experten im neuen Jahr nach sterblichen Überresten von Opfern der Franquisten suchen

22.12.2017 | 09:54
Archivbild der Ausgrabungen vom Herbst 2017 in Montuïri auf Mallorca

Für das Jahr 2018 plant die balearische Landesregierung, mehr Massengräber aus der Bürgerkriegszeit auf Mallorca zu öffnen als je zuvor. Wie Kulturministerin Fanny Tur am Donnerstag (21.12.) bekannt gab, soll an zehn Orten nach den sterblichen Überresten von Menschen gesucht werden, die Mitte der 1930-er Jahren von den Franquisten ermordet worden und seitdem verschollen sind.

Konkret werden Experten in Brunnenschächten in Son Lluís de Porreres und in s'Àguila de Llucmajor, sowie in Gräbern in Montuïri, Sencelles, Calvià, Marratxí, Alaró, Llucmajor, Santa Maria, Deià sowie auf zwei Friedhöfen auf Ibiza graben. Zudem soll untersucht werden, ob auch Gräber in Manacor und Bunyola zu einem späteren Zeitpunkt untersucht werden können. Für die Maßnahmen werden rund 756.000 Euro aus dem Balearen-Haushalt veranschlagt.

Bereits in den Jahren 2016 und 2017 hatte die Landesregierung Exhumierungen veranlasst. 14 Opfer konnten Anfang des Monats bereits identifiziert werden.  /mono

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