Transalpine Run: Paarweise über die Alpen

Der mallorquinische Bergläufer Tòfol Castanyer läuft mit dem Deutschen Philipp Reiter

12.09.2013 | 01:15
Der Jungspund voraus: Philipp Reiter und Tòfol Castanyer bei einem der Aufstiege
Der Jungspund voraus: Philipp Reiter und Tòfol Castanyer bei einem der Aufstiege

Acht Tage lang quer durch die Alpen. 261 Kilometer über Stock und Stein und zusammengerechnet fast 16.000 Aufstiegshöhenmeter: Diese Bewährungsprobe legen gerade die etwa 650 Teilnehmer des Transalpine Run durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Südtirol ab – ein Höhepunkt des Jahres, bei dem die mallorquinische Berglauf-Koryphäe Tòfol Castanyer natürlich nicht fehlen darf. An der Seite des 41-Jährigen aus Sóller läuft Philipp Reiter, ein 22-jähriger Deutscher aus München. Die beiden starten für das Team Salomon.

„Das Besondere am Transalpine Run ist, dass die beiden Mitglieder eines Teams gleichzeitig im Ziel einlaufen müssen", erzählt Castanyer der MZ am Telefon. Das sei nicht immer einfach, denn jeder Läufer hat schließlich seinen eigenen Rhythmus. Dazu kam in den ersten Tagen erschwerend hinzu, dass sich Reiter noch von einer Lebensmittelvergiftung erholte und nicht voll einsatzbereit war. Das bremste das spanisch-deutsche Paar aus, das als einer der großen Favoriten auf den Gesamtsieg galt.

Gestartet waren die Läufer am vergangenen Samstag (31.8.) in Oberstdorf im Allgäu. Zielpunkt ist am Samstag (7.9.) in Latsch im Vinschgau. Und bis dahin versuchen Castanyer und Reiter, momentan auf Platz drei, noch am zweitplatzierten Team Carrera Alto der beiden Spanier Manuel Merillas und Pablo Vila sowie den Führenden Cameron Clayton aus den USA und Dimitris Theodorakakos aus Griechenland (ebenfalls Salomon) vorbeizuziehen.

Castanyer meldete sich nach der dritten Etappe per E-Mail bei der MZ und zeigte sich nach den überwundenen Problemen der ersten beiden Tage etwas optimistischer. „Heute hätten wir um ein Haar die Etappe gewonnen. Es läuft immer besser, und wir haben uns gut aufeinander eingestellt."

Vor dem Lauf hatten die beiden Teamkollegen Castanyer und Reiter nie zusammen trainiert. Das sei nicht üblich. Obwohl der Trans­alpine Run der längste Lauf dieser Art ist, sei er nicht der härteste, so Castanyer. Die Schwierigkeit bestehe darin, die Kräfte so einzuteilen, dass man auch am achten Tag noch genügend Energie habe. Erschwert wurden die Bedingungen an den ersten Tagen bereits durch Neuschnee.

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