05. Februar 2009
05.02.2009

Obdachlosenheim in Molinar: Polizei und Anwohner lassen die Fäuste fliegen

05.02.2009 | 01:00
Palmas Stadtverwaltung zeigt sich entschlossen, mit den Bauarbeiten trotz der Proteste fortzufahren. "Notfalls werden wir täglich Polizisten abstellen", so eine Sprecherin der Verwaltung.

Der Streit um ein geplantes Obdachlosenheim in Palmas Viertel Es Molinar eskaliert. Bei einer Demonstration der Anwohner kam es am Dientag zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Ein Jugendlicher wurde vorübergehend festgenommen. Die Bewohner wollten den für diesen Tag geplanten Baubeginn verhindern. Palmas Bürgermeisterin Aina Calvo (PSOE) appellierte derweil an die Solidarität der Anwohner. Sie erinnerte daran, dass jeder Bürger in eine unverschuldete Notlage geraten könne. Das Heim biete provisorische Unterkunft, die in der Regel nicht länger als drei Monate dauere, bis die Bewohner ihre Lebenssituation wieder in den Griff bekämen. Calvo verwies zudem darauf, dass es sich nur um einen provisorischen Standort handle.

Im Sommer vergangenen Jahres war es schon einmal zu Handgreiflichkeiten zwischen Anwohnern und Polizisten gekommen, als gegen das geplante Heim protestiert wurde. Die Anwohner haben mittlerweile für zahlreiche Zwischenfälle gesorgt und legen regelmäßig den Verkehr in dem Viertel lahm. Die Verlegung des Heims ist notwendig, da an dem ursprünglichen Standort derzeit Palmas neuer Kongresspalast gebaut wird.

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