Dumpingpreise für Strandliegen: Konzessionäre wettern gegen Billiganbieter
Die Liegenverleiher der Strände in Peguera, Santa Ponça und Magaluf protestieren gegen unlauteren Wettbewerb

Juan Navas, de la empresa Aroa-Zoe. / Foto: DM
Iñaki Moure
An den Stränden der Insel Mallorca bahnt sich ein neuer Streit an. Die offiziellen Verleiher von Strandliegen und Sonnenschirmen an den Stränden von Peguera, Santa Ponça und Magaluf protestieren gegen die Konkurrenz von Billiganbietern. Während die Konzessionäre in der Großgemeinde Calvià im Südwesten der Insel für gewöhnlich rund 4,50 Euro pro Schirm und Liege verlangen, drohe ihnen nun unlauterer Wettbewerb durch Drittanbieter, die nur die etwa die Hälfte kassieren, wetterten die verantwortlichen Unternehmer in einer Pressekonferenz am Dienstag (11.7.) in Peguera.
Die Konzessionäre zahlen der Stadt einen bestimmten Betrag für die kommerzielle Nutzung der Strandabschnitte. Gleichzeitig sind sie für die Sauberkeit und Sicherheit des Badebetriebs zuständig. Mit den Gebühren für den Verleih der Liegen müssten sie also auch die Rettungsschwimmer, Reinigungskräfte und Haftpflichtversicherungen finanzieren. Wenn dann Dritte - teilweise handele es sich dabei um Reiseunternehmen in den Hotels - Kampfpreise für Strandliegen (2 Euro pro Tag) und Schirme (50 Cent) einführten, werde man die Konzession wieder abgeben, drohte Juan Navas vom Unternehmen Aroa-Zoe in Peguera: "Dann müssten sie zumindest dieselben Steuern und die Hälfte der Rettungsschwimmer und Strandreinigung zahlen."
Das Rathaus Calvià teilte auf Anfrage mit, dass regelmäßig Kontrollen am Strand durchgeführt würden. Allerdings, so gab man unumwunden zu, sei es sehr schwierig, den vermeintlich illegalen Verleih von Sonnenschirmen und Strandliegen zu überwachen. /tg
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