Es ist wieder TaPalma-Zeit: Von Mittwoch bis Sonntag (24.–28.11.) bieten teilnehmende Restaurants zwei Tapa-Kreationen für jeweils 2,50 Euro an. Eine soll dabei auf Basis von Quely-Keksen kreiert werden, schließlich ist der Kekshersteller langjähriger Sponsor der Veranstaltung. Hinzu kommen Lokale, die zusätzlich oder auch lediglich einen TaPalma-Cocktail anbieten (4 Euro).

Eine Fachjury unter Vorsitz von Igor Rodríguez kürte schon vor Beginn die Besten in den drei Kategorien: Freie Tapa, Tapa mit Quely-Keks sowie Cocktail. Die Hauptpreise gewannen die Restaurants Rosa del Mar und Arrocería del Puente sowie das Hotel-Restaurant Katagi Blau (sehen Sie hier die Liste der Gewinner).

In diesem zweiten Jahr mit Corona-Einschränkungen sind es 35 TaPalma-Lokale, die an dem Event teilnehmen. „Wir sind sehr erfreut, dass sich doch so viele entschlossen haben mitzumachen – vor allem nach dem vergangenen Jahr, als es lediglich 20 waren“, so Cata Tugores, eine der Mitarbeiterinnen von AgenciaCom, die die TaPalma im Verbund mit der Restaurantvereinigung organisiert.

Dabei sind unter anderem die Restaurants El Bandarra mit Igor Rodríguez als Chefkoch – allerdings ohne Wettbewerbsteilnahme – dazu Rosa del Mar, Bistro Esencia, Ses Coves de Génova, Boira, La Bodegona, Cantina Panza, La Despensa de Barón, Blat al Sac, Arrocería El Puente, Bar España, Menjaibeu, einige Stände im Mercat 1930 sowie die drei Restaurants von Matías N. Provvidenti: Shaka, Maleva Raimundo und Maleva Marítim.

Die komplette Teilnehmer-Liste

Arrocería El Puente, Bar Bosch, Bar Espanya, Bistro Esencia, Blat al Sac, Boira, Buades Degustación Tapas y Vinos, Cantina Panza, El Alpendre, El Bandarra, Emblemàtic Café, Il Forno Citta, Katagi Blau, Kenzo, La Bodegona, La Consentida, La Despensa del Barón, La Trastienda, Maleva Marítim, Maleva Raimundo, Menjaibeu, Burger La Taberna (Mercat 1930), Cocina Mexicana 1930 (Mercat 1930), Dim Sum 1930 (Mercat 1930), El Rincón del Torreón (Mercat 1930), La Boutique del Tartar (Mercat 1930), Ostras Pedrín (Mercat 1930), Sushi (Mercat 1930), Tapas Mediterráneas (Mercat 1930), Thai & Wok (Mercat 1930), Oxley Smoked & Grill, Pachamama, Prosecco Santa Catalina, Rosa del Mar, Ses Coves de Gènova, Shaka und Unoctavo.

Im vergangenen Jahr konnte das Maleva die TaPalma mit einer Tintenfisch-Kreation gewinnen. Provvidenti: „Unabhängig davon, ob man den Wettbewerb gewinnt oder nicht – alleine die Tatsache, dass man teilnimmt, hilft enorm, sich mit der eigenen Arbeit bekannt zu machen.“ Und er ergänzt: „Der Besucher kommt zwar eigentlich wegen der TaPalma, aber er liest ja dann doch auch unsere Speisekarte, sieht unser Lokal und wird dadurch angeregt, uns auch nach diesem Event wieder einmal zu besuchen.“

Die Tintenfisch-Siegertapa vom Maleva von 2020 Maleva

Der Tapas-König

Einer der Teilnehmer weiß besonders gut, wie Tapa geht: Igor Rodríguez, aktuell Chefkoch im El Bandarra – früher unter anderem in den Restaurants Ummo, Bite, Bretxa oder Txoko – gewann mehrfach die TaPalma, wurde 2013 Vizemeister bei der spanienweiten Tapa-Ausscheidung in Valladolid und konnte 2017 sogar mit seiner Mini-Delikatesse „Ensaimada gefüllt mit Flusskrebs-Ragout“ ganz Spanien erobern. Denn damit gewann er den Concurso Nacional de Pinchos y Tapas. Und nun, vier Jahre später, wurde er wieder spanischer Vizemeister, wobei er sich gegen 45 weitere Finalisten durchsetzte.

Sein aktueller erfolgreicher Pincho, wie er ihn lieber nennt: Xuco, eine Art halbsüßes Brötchen, gefüllt mit einem Mix aus mamellas, den Halslappen vom schwarzen Schwein, die der Füllung dank ihres Gelatine-Gehalts die nötige Sämigkeit verleihen, dazu Fleisch von der Schweinehaxe, Zackenbarsch-Stücke, etwas Milch, Mehl und Butter. Die perfekte Kombination aus Meer und Bergen, die auf Mallorca eine jahrhundertelange Tradition hat.

Seine Leidenschaft für Tapas ist sozusagen Veranlagung. Denn er wurde in San Sebastiàn im Baskenland geboren, der eigentlichen Wiege der Tapas, und er hatte eine Profi-Köchin als Großmutter. Was macht also eine gute Tapa aus? Rodríguez: „Es gibt einige Grundregeln: Sie sollte gut aussehen, denn das Auge will mitessen. Der Geschmack sollte natürlich der guten Optik entsprechen, diese sogar noch übertreffen und vielleicht sogar überraschen. Die Tapa sollte zudem mehrere Geschmacksrichtungen vereinen, also herzhaft, aber auch etwas süß und sauer sein. Und es ist von Vorteil – das gilt meiner Meinung nach generell für die Gastronomie – möglichst lokale Produkte, vielleicht sogar in Bio-Qualität zu nutzen. Praktischerweise sollte es wirklich ein ‚Häppchen‘ sein, das sich mit einer Hand halten lässt und in zwei, maximal drei Bissen verzehrt werden kann. Man muss sich einfach vorstellen, dass man in San Sebastiàn in einer Bar steht, man hält in der einen Hand das Wein- oder Bierglas und in der anderen Hand die Tapa.“

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Infos

TaPalma vom 24. - 28.11., Wettbewerb am 22.11. in Palmas Kongresszentrum. Liste teilnehmender Lokale: tapalma.com, Facebook: TaPalma

Das Plakat der Tapalma 2021. Tapalma