04. August 2011
04.08.2011

Fluglotsen drohen mit Streik in der nächsten Woche

Nach dem geplatzten ersten Streikanlauf lief der Flugverkehr am Donnerstag reibungslos

04.08.2011 | 15:28

Die deutschen Fluglotsen drohen mit einem neuen Streikanlauf nächste Woche. Die Gremien müssten nun das weitere Vorgehen beraten, sagte der Tarifvorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), Markus Siebers, am Donnerstag (4.8.). „Es wird wohl Anfang nächster Woche wieder so weit sein."

Die Gewerkschaft rechne auch wieder mit juristischen Angriffen der Gegenseite auf ihre Tarifforderungen. „Mit großen Gewerkschaften wie Ver.di oder der IG Metall würde man so etwas nie machen. Aber wir halten das aus." Neue Verhandlungen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) machten nur Sinn, wenn es ein neues Angebot der Gegenseite gebe, erklärte Siebers.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) bedauerte unterdessen die erneute Streikdrohung der Fluglotsen für die Ferienzeit. Falls erneut rechtswidrige Forderungen erhoben würden, werde man wie im ersten Anlauf dagegen juristisch vorgehen, sagte ein DFS-Sprecher Axel Raab. Eine weitere Möglichkeit sei der Gang in die Schlichtung, die mit ihrer Friedenspflicht einen Arbeitskampf zwingend nach hinten verschieben würde. Der Sprecher erneuerte das Gesprächsangebot an die Gewerkschaft. Es gebe allerdings kein neues Angebot.

Nach der Absage des für Donnerstag vorgesehenen Fluglotsen-Streiks war der Luftverkehr an den Airports in der Bundesrepublik reibungslos angelaufen. Das bestätigten unter anderem die Flughäfen in Frankfurt, Hahn oder Düsseldorf. Die Fluggesellschaften hätten auch keine Flüge vorsorglich abgesagt. Wegen der ursprünglich von 6 bis 12 Uhr geplanten Arbeitsniederlegungen hatten sich die Airports zunächst auf Flugausfälle und veränderte Flugpläne eingestellt.

Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte den Streik am Mittwochabend in erster Instanz gestoppt, die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) blies daraufhin den Arbeitskampf ab. Zu einer Berufungsverhandlung kam es nicht mehr.

Die Fluglotsen haben sich für ihren Arbeitskampf eine jeweilige Vorwarnzeit von 24 Stunden auferlegt. Sie fordern 6,5 Prozent mehr Geld und vor allem mehr Einfluss in dem Unternehmen.

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