22. Juli 2019
22.07.2019

Am Ballermann bechern mit Bitcoins

An der Playa de Palma kann bald mit Kryptowährungen bezahlt werden

22.07.2019 | 01:00
Der erste Automat an der Playa wird im Chalet Siena, Höhe Ballermann 6, aufgestellt.

Falls Sie zu den glücklichen Menschen gehören, die sich vor zehn Jahren für ein paar Cent einen Bitcoin gekauft haben: Herzlichen Glückwunsch, er ist heute knapp 9.000 Euro wert. Auf den Kopf hauen können Sie die Kryptowährung bald sogar am Ballermann.

„Bis zum 1. August wollen wir einen Automaten im Chalet Siena aufstellen, an dem man sein Kryptowährungsguthaben gegen Euro tauschen kann", sagt Jaime Martínez, Gründer der Firma Criptoarea in Palma. Ende dieser Woche schon soll die erste Maschine dieser Art in Palma in der Straße Baron de Santa María del Sepulcro, 7, in Betrieb genommen werden. „50 Millionen Menschen nutzen bereits Kryptowährungen, 40 Prozent davon in Nordeuropa und eine Million kommt monatlich hinzu", sagt Jaime Martínez.

Begeistern lassen hat sich davon auch Juan M. Ferrer, Chef der Gastro- und Hotelvereinigung Palma Beach, die für den Qualitätstourismus an der Playa de Palma kämpft. „Wir sind der erste Strand in Europa, an dem mit Kryptowährung bezahlt werden kann", sagt er. In den Restaurants Ginger und Chalet Siena soll das probeweise bald möglich sein. Es gebe
bereits Urlauber, vorwiegend aus der Schweiz, die sich nach dieser Bezahlmöglichkeit erkundigen. Ob auch die Partytouristen vom Ballermann den neuen Service nutzen, werde sich zeigen.

Damit der Automat im Chalet Siena Geld ausspuckt, braucht man als Kunde erst einmal ein Konto. „Wir bieten verschiedene Kryptowährungen an: Litecoin, Bitcoin, Bitcoin Cash und Ethereum", sagt Jaime Martínez. Die unterschiedlichen Anbieter haben verschiedene Methoden, um Geld zu ziehen. Meistens läuft es so, dass als erster Schritt die gewünschte Höhe an Kryptowährung verkauft werden muss. Dazu wird ein Ticket mit einem QR-Code ausgedruckt, den man am Handy einscannt, um die Transaktion zu starten. Nach ein paar Minuten wird per SMS eine Bestätigung geschickt. Danach wird der QR-Code über eine Kamera am Automaten eingescannt, und das Geld kommt heraus.

Das Ganze kann auch über einen Code funktionieren, der eingegeben werden muss. Immer wird eine Kommission fällig, die zwischen 2,5 und 5,8 Prozent liegen kann. Sich Bares an einem normalen Geldautomaten zu ziehen, ist sicherlich einfacher und funktioniert vielleicht auch noch nach fünf Bieren ohne Probleme. Aber wo bliebe da der Spaß, ein Trendsetter zu sein?

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