04. November 2019
04.11.2019

Frau von Palme erschlagen: Stadt Palma inspiziert Bäume

41-Jährige kommt bei Kathedrale zu Tode. Windböen am Sonntag (3.11.) von bis zu 114 Kilometern pro Stunde

04.11.2019 | 09:47
Frau von Palme erschlagen: Stadt Palma inspiziert Bäume

Nachdem eine 41-Jährige durch eine in Folge starker Windböen umgestürzte Palme erschlagen worden ist, hat die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca angekündigt, den Zustand aller Bäume in der Innenstadt zu untersuchen. Der Bereich Dalt Murada unterhalb der Kathedrale, wo es zu dem Unglück kam, wurde weiträumig abgesperrt. Die Stadt bedauerte den Vorfall in einer Mitteilung zutiefst.

Die Reste der umgestürzten Palme werden nun an ein externes Labor geschickt. Dieses soll klären, ob ein Krankheitsbefall vorlag. Zwar habe man keine Hinweise auf einen Befall durch den Palmrüssler gefunden, heißt es im Rathaus, analysiert würden die Palmreste nun aber auch auf einen möglichen Pilzbefall. Der Zustand der Bäume sei zuletzt am 26. September durch Angestellte der Stadtverwaltung überprüft worden, so die zuständige Stadträtin Angélica Pastor am Montagmorgen. Dabei habe es keine Auffälligkeiten gegeben. 

Wie Pastor weiter mitteilte, untersuchten Experten noch am Sonntagnachmittag in "halb Palma" die Bäume auf öffentlichem Grund, so etwa auf dem Paseo Marítimo, im Park sa Feixina, im Parc de la Mar, an der Plaça Progrés, an der Plaça d'Espanya, der Plaça del Mercat, auf der Rambla, in Son Quint, in Son Cotoner, an der Plaça Patins, in Son Serra Parera und Ses Fonts. Es gebe in Palma nicht viele Bäume, die krank seien - und die, die es gebe, habe man "strengstens unter Kontrolle". 

Seit Jahresbeginn haben Windböen auf Mallorca fünf Palmen umgerissen, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet. Zuletzt stürzte am Montag vor einer Woche in einem Innenhof in Arenal an der Playa de Palma um. Dabei kam es zu Sachschaden, es wurde aber niemand verletzt. Weitere Palmen fielen beim Unwetter im April, eine am Paseo Sagrera in der Innenstadt, eine weitere auf dem Paseo Marítimo. Im Januar war eine Palme vor dem Regierungssitz Consolat de Mar umgestürzt.

Wegen der starken Windböen mussten die Notfalldienste auf den Balearen am Sonntag insgesamt zu 126 Einsätzen ausrücken. Die Böen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 114 Kilometern pro Stunde. Die Einsatzkräfte mussten abgerissene Äste von der Fahrbahn räumen und vom Wind eingedrückte Fensterscheiben sichern. An der Küste wurden rund vier Meter hohe Wellen registriert - die Warnstufe Gelb wegen aufgewühlter See gilt noch bis Dienstagmorgen. In Santa Ponça wurden große Mengen Sand aufgewirbelt.   /ff

Palme erschlägt Frau: Das berichtet ein Augenzeuge der MZ

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