17. April 2020
17.04.2020
Mallorca Zeitung

Madrid lehnt Alleingang der Balearen in der Coronaviruskrise ab

Regierungssprecherin María Jesús Montero stellte am Donnerstag (15.4.) bei einer Pressekonferenz klar, dass es keine vorzeitigen Lockerungen für die Balearen geben wird

17.04.2020 | 10:09
Regierungssprecherin María Jesús Montero bei einer Pressekonferenz im Moncloa-Palast (Archivbild).

Die Zentralregierung in Madrid will sich nicht darauf einlassen, Beschränkungen für einzelne Regionen in der Coronaviruskrise aufzuheben.

Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag (15.4.) in dem Moncloa-Palast in Madrid fragte IB3-Nachrichtenchef Josep Pons, ob eine vorzeitige Deeskalation bei den Beschränkungen des Coronavirus denkbar wäre.

María Jesús Montero, Finanzministerin und Regierungssprecherin, antwortete, dass "die landesweiten Beschränkungen bei der Bekämpfung der Pandemie Wirkung zeigen, so Leben gerettet werden konnten, darum gibt es keinen Grund zur Eile für die Balearen."

Montero führte aus, dass eine Expertengruppe verschiedene Modelle und Szenarien erarbeiten wird, damit das Land schrittweise zu einer normalen Aktivität zurückkehren kann, schloss jedoch Alleingänge aus.

Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol hatte zuvor gefordert, dass die unterschiedlichen Situationen in den autonomen Regionen unterschiedlich gehandhabt werden sollten. Die Insellage der Balearen würde sich anbieten, eine gesonderte Strategie zu fahren. Für die Balearen müsse zudem aufgrund der starken Abhängigkeit vom Tourismus ein gesonderter Wirtschaftsplan vorgelegt werden. "Die Balearen haben in der Krise 2008 geholfen und heute muss ganz Spanien den Balearen helfen", sagte sie. Sie hoffe, Ministerpräsident Pedro Sánchez dafür sensibilisieren zu können.

In dem Zusammenhang erinnerte Finanzministerin María Jesús Montero am Donnerstag daran, dass "der Tourismus in ganz Spanien ein grundlegender Wirtschaftszweig sei."

Die Idee, Flugverbindungen zwischen Ländern und Regionen mit wenigen Covid-19-Fällen wie den Balearen und den Kanarischen Inseln zuzulassen, lehnte sie ab. Es müsse weiter darum gehen, die Gesundheitssituation im Land zu kontrollieren, es sei verfrüht, solche Szenarien in Betracht zu ziehen.

Am Freitag (17.4.) sagte Pilar Costa, Sprecherin der Balearen-Regierung, dass man erst über eine Lockerung der Maßnahmen sprechen werde, wenn diese denn auch realisiert werden können. Man wolle keine falschen Hoffnungen wecken, alle müssen sich weiter an die Ausgangssperre halten. Das gelte auch für Kinder oder sportliche Betätigungen außerhalb der Wohnungen. Sie erinnerte nach der Kabinettssitzung daran, dass die Häfen und der Flughafen als letztes wieder geöffnet werden sollten. /lk

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