22. April 2020
22.04.2020
Mallorca Zeitung

Zwei getrennte Wagen: Corana-Abzocke bei Taxifahrern auf Mallorca

Einem Fahrgast, der seine elfjährige Tochter vom Flughafen zum Krankenhaus bringen musste, wurde erklärt, die beiden müssten in zwei verschiedenen Fahrzeugen fahren

22.04.2020 | 08:24
Zwei getrennte Wagen: Corana-Abzocke bei Taxifahrern auf Mallorca

Über eine Abzocke, die mutmaßlich ein Taxifahrer auf Mallorca begangen haben soll, berichtet die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" und bezieht sich dabei auf die Aussagen des geprellten Kunden, der anonym bleiben möchte. Gemäß des auf der Nachbarinsel Ibiza wohnenden Fahrgasts habe ihn ein Taxifahrer am Flughafen erklärt, er könne mit seiner elfjährigen Tochter nicht zusammen in einem Taxi ins Krankenhaus Son Espases fahren. Die Anti-Corona-Bestimmungen würden das verbieten, sonst drohten Fahrer und Passagier jeweils eine Strafe von 1.000 Euro. Also zahlte der Mann, der seine Tochter zum Krankenhaus bringen musste, für zwei Taxifahrten.

Erst im Nachhinein sei ihm die Abzocke klar geworden: "Man kommt am Flughafen an und passt nicht richtig auf. Alles ist leer, man kann niemanden fragen. Und alles ist anders als sonst und am Ende habe ich es geglaubt", rechtfertigt der Familienvater seine Leichtgläubigkeit. Die übrigen Taxifahrer hätten nur genickt.

Der Mann verhandelte einen Preis mit zwei Taxifahrern, die ihn auf dem Weg zum Krankenhaus kurz bei einem Facharzt halten sollten. Insgesamt sollte er für die drei Wege und die zwei Wagen einen Pauschalpreis von 100 Euro zahlen. Unterwegs kontaktierte er seine Frau, die durch ein paar Anrufe schnell herausfand, dass es sich um eine Abzocke handelte. Am Krankenhaus angelangt stellte der Betrogene den Fahrer zur Rede. Nach Androhung, die Polizei zu rufen, reduzierte der Fahrer den Preis auf 25 Euro pro Wagen. Der Passagier zahlte also 50 Euro und nahm sich für den Rückweg zum Flughafen ein neues Taxi, dass ihn zusammen mit der Tochter einstiegen ließ und 19 Euro verlangte.

Am Flughafen angekommen wandte sich der Passagier an die Polizei und traf dabei zufällig auf den mutmaßlichen Betrüger, der von der Polizei zur Rede gestellt wurde. "Der wusste nicht, wo er sich verstecken sollte", berichtet der Mann, der anschließend mit seiner Tochter zurück auf die Nachbarinsel flog. /tg


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