31. Mai 2020
31.05.2020
Mallorca Zeitung

Quarantäne-Pflicht für Mallorca-Urlauber könnte schon vor 21. Juni fallen

Im Rest des Landes gilt die Quarantäne bis zum 21. Juni, also bis zum voraussichtlichen Ende des Alarmzustandes, und nicht bis 1. Juli, wie ursprünglich geplant

31.05.2020 | 16:12
Francina Armengol bei der Pressekonferenz.

Die Quarantäne-Vorschrift für Mallorca-Urlauber könnte bereits am 15. Juni aufgehoben werden. Das wünscht sich zumindest die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez stehe dem wohlwollend gegenüber, so die Sozialistin bei einer Pressekonferenz nach der wöchentlichen Videokonferenz der spanischen Ministerpräsidenten am Sonntag (31.5.). Hintergrund ist ein geplantes Pilot-Projekt für die Aufnahme des Tourismus auf Mallorca ab Mitte Juni.

Bislang hatte Sánchez den 1. Juli als Datum für die Wiederaufnahme des internationalen Tourismus in Spanien genannt. In seiner Rede am Sonntag sprach er nun davon, dass die Quarantäne-Pflicht mit dem Ende des Alarmzustands voraussichtlich am 21. Juni enden werde, falls dieser wie geplant noch ein letztes Mal verlängert wird. 

Das Pilotprojekt auf Mallorca sieht vor, ab Mitte Juni auf sicheren Reisekorridoren mehrere Tausend Urlauber vorrangig aus Deutschland auf die Insel zu holen. Am 14. Juni soll auch die generelle Reisewarnung der Bundesregierung enden, die dann voraussichtlich durch Reisehinweise für einzelne Länder ersetzt wird.

Die Frage ist, ob ab dem 15. Juni bereits Urlauber auf die Inseln kommen können. Der Flughafen Son Sant Joan ist bis auf wenige Verbindungen weiterhin gesperrt. Und viele Hotels machen wenn überhaupt erst am 1. Juli wieder auf. 

Armengol berichtete bei ihrer sonntäglichen Pressekonferenz von weiteren Aspekten, die sie mit Sánchez in der Videokonferenz besprochen hat. So bat sie in Madrid darum, die ERTE-Regelungen für Kurzarbeit im Tourismus mindestens bis Ende September auszuweiten. Schließlich seien die Inseln mit ihrer Abhängigkeit vom Tourismus besonders von der Krise gebeutelt.

Die balearische Ministerpräsidentin begrüßt das Rettungspaket der EU, mit dem Spanien insgesamt 140 Milliarden Euro zufließen sollen, 77 Milliarden davon als Direkthilfen und 63 Milliarden als Kredit. Die Präsidenten der Autonomen Regionen, darunter Armengol, baten Sánchez bei der Unterredung, dass sie selbst einen Teil dieser Hilfen verantwortlich verteilen können.

Auch um die Mobilität innerhalb Spaniens ging es bei der Unterredung. Nach derzeitigem Stand tritt Mallorca ab dem 8. Juni in Phase 3 ein, womit Flüge zwischen den Balearen-Inseln möglich sind. Einen Flug auf das Festland könne man erst antreten, wenn der Alarmzustand beendet sei, sagte Armengol bei der Pressekonferenz.  /jk

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