Mallorca Zeitung

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Johannes Krayer

KOMmENTAR

Johannes Krayer

Exil-Bamberger auf Mallorca. Schreibt über (Massen-)Tourismus, Bildung, gelegentlich Sport und gerne auch mal über klassische Musik. Hat eine Schwäche für alles, was Schokolade enthält und würde gerne häufiger Basketball spielen.

Quads und Jetskis auf Mallorca sind eine echte Zumutung

MZ-Redakteur Johannes Krayer findet, dass Besucher der Insel auf andere Weise Spaß haben sollten

Auch vor der Cala Torta machen die Quads nicht Halt (hier im Herbst 2021). DM

Es ist dieser ständige Widerstreit zwischen denen, die die schönsten Wochen ihres Jahres verbringen wollen und denen, die auf der Insel leben: eine typische Mallorca-Geschichte, die sich in vielen Bereichen wiederholt. Etwa beim Reizthema Quads, Jetskis und anderen lärmenden Spaßfahrzeugen. Wen man auch immer anspricht auf der Insel, die Aussage ist fast immer dieselbe: Die Gefährte machen uns das Leben zur Hölle. Ob auf dem Anstieg zum Puig de Randa, in einem Naturschutzgebiet in Sant Elm oder im Naturpark s’Algar in Portocolom – mehrfach am Tag rasen Kolonnen von bis zu zwölf Fahrzeugen hier durch. Und auf dem Meer ist der nächste Jetski garantiert nicht weit.

Niemand braucht so etwas. Klar, die Anbieter wollen ein Geschäft machen. Dabei sind ihnen Umwelt- oder Lärmschutzaspekte weitgehend fremd. Und sie bedienen eine Nachfrage, die offenbar vorhanden ist – bei Leuten, die mit einem solchen Gefährt Mensch und Tier auf der Insel terrorisieren. Und sich dabei keinen Deut für Natur oder Kultur auf Mallorca interessieren.

Oder auch für alternative Antriebsarten. Schließlich könnte man auch mit Elektrofahrzeugen Spaß haben. Kontraproduktiv ist zudem, dass es noch immer keine gesetzlichen Regelungen gibt. Wären die Gefährte verboten, hätte die Polizei zumindest etwas gegen sie in der Hand. Denen, die jetzt reflexartig aufschreien, dass diese Zeilen doch wieder typisch für die deutsche Verbotskultur sind, sei gesagt: Die persönliche Freiheit endet dort, wo andere belästigt werden oder Schaden nehmen.

Es este conflicto constante entre los que quieren pasar las mejores semanas del año y los que viven en la isla: una historia típica de Mallorca que se repite en muchos ámbitos. Por ejemplo, en el irritante tema de los quads, motos acuáticas y otros ruidosos vehículos de diversión. Hable con quien hable en la isla, el mensaje es casi siempre el mismo: estos vehículos nos amargan la vida. Ya sea en la subida al Puig de Randa, en una reserva natural en Sant Elm o en el parque natural de s’Algar en Portocolom: varias veces al día, columnas de hasta doce vehículos surcan el terreno. Y en el mar casi nunca falta la moto acuática.

Nadie necesita algo así. Por supuesto, los proveedores quieren hacer negocio. Los aspectos medioambientales o de protección acústica les son en gran medida ajenos. Y atienden a una demanda que obviamente existe: la de quienes tiranizan a las personas y los animales de la isla con estos vehículos. Y que no tienen el menor interés por la naturaleza o la cultura de Mallorca. Y tampoco por métodos alternativos de conducción. Al fin y al cabo, también podrían divertirse con vehículos eléctricos. Otro factor contraproducente es que todavía no hay regulaciones legales. Si se prohibieran este tipo de vehículos, la policía al menos podría actuar contra ellos. A los que ahora gritan casi que por reflejo que estas líneas son una vez más una muestra de la típica cultura alemana de la prohibición, permítanme decirles: la libertad personal termina donde se incomoda o incluso se perjudica a los demás.

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