Auf Mallorca werden weitere Haschisch-Pakete am Strand angespült
Inzwischen hat die Polizei 30 Bündel mit einem Gesamtgewicht von 1,2 Tonnen sichergestellt. Zwei Männer in Santa Ponça versuchen, ein Paket zu entwenden

Die in Ciutat Jardí gefundenen Pakete. / Policia Nacional
Weiterhin werden Haschischpakete an die Strände von Mallorca gespült. Am Dienstag (24.10.) tauchte am Strand von Ciutat Jardí im Osten von Palma ein weiteres 40 Kilogramm schweres Paket mit Drogen auf. Wie die zuvor entdeckten war auch dieses Bündel 40 Kilogramm schwer und dürfte Teil einer größeren Ladung gewesen sein. Insgesamt wurden an den Küsten der Insel seit Samstag (21.10.) 30 Haschischpakete mit einem Gesamtgewicht von 1,2 Tonnen lokalisiert.
Unterdessen hat die Guardia Civil in Santa Ponça in der Gemeinde Calvià zwei junge Männer verhaftet, die eines der Pakete am Strand fanden und versuchten mitzunehmen. Wie die Zeitung "Última Hora" berichtet, waren die beiden 22 und 23 Jahre alten Männer hatten in einer kleinen Bucht in Costa de la Calma eines der Pakete mitgehen lassen und wollten flüchten.
Männer verweigern die Aussage
Ein Rettungsschwimmer wollte die beiden daran hindern, was ihm nicht gelang. Also rief er die Polizei, die kurz darauf die beiden Männer ausfindig machte und zur Rede stellte. Sie hatten das Haschischpaket hinter einem Auto versteckt, die Polizisten fanden es allerdings nach kurzer Suche.

Haschischfunde in Santa Ponça. / Guardia Civil
Beide verweigerten zunächst die Aussage und wurden am Mittwoch (25.10.) der Ermittlungsrichterin überstellt. Auch dort wollten beide nichts sagen und wurden schließlich zunächst auf freien Fuß gesetzt.
Größere Drogenladung
Die Haschischpakete, die inzwischen an den Küsten der Gemeinden Andratx, Calvià und Palma an Land gespült wurden, dürften zu einer größeren Drogenladung gehören, die wohl von Marokko aus auf Mallorca eingeführt werden sollte. Offensichtlich hatte die Besatzung des kleinen Bootes, mit dem die Drogen transportiert wurden, Angst erwischt zu werden und warf die Ladung über Bord. Denkbar ist auch, dass das schlechte Wetter und der starke Seegang am Donnerstag (19.10.) dazu führten, dass die Pakete vom Boot fielen.
Die Ermittler entdeckten allerdings kein Boot, und auch von einem Schiffbruch rund um Mallorca ist nichts bekannt, weshalb sie davon ausgehen, dass die Besatzung des Bootes beschloss, zurück nach Marokko zu fahren. /jk
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