24. August 2017
24.08.2017
40 Años

Poker um Niki: Lufthansa ringt um Mallorca-Perlen von Air Berlin

Die Airline präsentierte in der konstituierenden Sitzung der Gläubigerausschüsse am Mittwoch konkrete Pläne. Details bleiben geheim

25.08.2017 | 12:54
Mehrere Unternehmen schielen den attraktivsten Teilen der Fluglinie hinterher.

Nach dem Insolvenz-Antrag von Air Berlin ringen mehrere Unternehmen um Teile der durch die Mallorca-Flüge groß gewordenen Fluglinie. Bei der konstituierenden Sitzung der Gläubigerausschüsse am Mittwoch (23.8.) stellte die Lufthansa erstmals konkrete Übernahme-Pläne von Teilen der Airlines Air Berlin und Niki vor. "Die Lufthansa Group hat ihr Interesse am Erwerb von Teilen der airberlin group mit einem Gesamtkonzept konkretisiert", erklärte das Unternehmen.

Über die Details sei "mit dem Insolvenzverwalter Stillschweigen vereinbart" worden. Auch Air Berlin blieb in einer ersten Erklärung unkonkret: "Wir werden die weiteren Verhandlungen mit Hochdruck vorantreiben. Unser Ziel ist und bleibt, zügig zu tragfähigen Abschlüssen zu kommen und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten."

Wenn derzeit intensiv verhandelt wird, wie die Konkursmasse des früheren Mallorca-Shuttles Air Berlin verkauft werden kann, spielt die Tochter-Airline Niki eine herausragende Rolle. Die österreichische Fluggesellschaft, die seit dem Frühjahr die bei Air Berlin gebuchten Mallorca-Flüge durchführt, ist derzeit "Pokerobjekt" und gilt als "letzte Perle im Air-Berlin-Portfolio" (FAZ).

Nicht nur, dass sie offenbar ohne Defizit fliegt, sie hat auch die meisten Mallorca-Verbindungen zu deutschen Städten im Programm - laut "Süddeutscher Zeitung" sind es im August 1.436. Käme nun tatsächlich die Lufthansa zum Zuge, die Mallorca über die Billigtochter Eurowings anfliegt (663 Verbindungen), ergäbe sich eine mächtige Position im Urlaubergeschäft. Aber auch Tui (305) und Thomas Cook (361) interessieren sich für Niki - eine Option, die leichter von den Kartellwächtern genehmigt werden könnte.

Eigentlich hatte Air Berlin die Tochter an Großaktionär Etihad verkauft, der Deal wurde aber vor dem Insolvenzantrag formal nicht umgesetzt. Für Niki wurde ein solcher Antrag nicht gestellt. Unterdessen reagiert Germania (246) auf die Unsicherheit im Markt und bringt sich auch auf Mallorca in Stellung.   /tg/ff

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